Lutter

Parkplätze und Waldeingänge als Zielscheibe von Umweltfrevlern

28.05.2010
Von Andreas Gereke

Parkplätze und Waldeingänge als Zielscheibe von Umweltfrevlern

Gleich hinter dem Wanderschild: Der Wald wird zur Müllkippe. Foto: Gereke

LUTTER. Vielversprechend lockt das Schild auf den Parkplatz am Nauer Wald. Einst hatte es der Harzklub-Zweigverein Lutter aufgestellt, um auf die Waldwege und schöne Aussichten wie den „Neileblick“ hinzuweisen. Doch wer auf den Parkplatz Nauer Berg einbiegt, dem vergeht der Appetit.

Von der Straße nicht einsehbar ist das Parkgelände, und genau das nutzten Umweltfrevler aus, um dort ihren Müll abzulagern. Farbeimer, Gitter, Besen, Gartenabfälle, Plastiktüten. Der Müllhaufen bietet so ziemlich alles, was ein heimisches Grundstück samt Häuschen hergibt – Motto: „Steig aus und schmeiß den Müll weg.“

„Das ist grausam. Grausam ist das“, empört sich Gerhard Brunke, Vorsitzender des Harzklub-Zweigvereins Lutter. Die Umweltsünder nutzten die Idylle des Parkplatzes aus, weil sie sich dort richtig verstecken könnten, so Brunke.

Die Kosten für die Müllbeseitigung wird wieder die Allgemeinheit tragen: Die Forst muss den Abtransport veranlassen, für die Kosten müssen Kreis und Zweckverband aufkommen. „Alle vier bis sechs Wochen muss ich bei einem Landwirt einen Trecker samt Anhänger mieten, um den Müll abtransportieren zu können“, berichtet Siegfried Maibaum, Förster im Revier Braune Heide, zu das der Nauer Berg gehört.

Parkplätze und Waldeingänge sind immer neuralgische Punkte für Müllablagerungen, so Maibaum, und davon bietet die idyllische Samtgemeinde Lutter einige. „Es ist zu beobachten, dass mit Verteuerung der Müllgebühren illegale Ablagerungen immer mehr zunehmen. Vor allem bei Gartenabfällen. Man merkt an den Abfallhaufen im Wald, wenn im Frühjahr die Gartensaison begonnen hat.“

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