Lutter

Höchstspannungsleitung: Verzögerungen beim Raumordnungsverfahren

25.02.2010
Von Andreas Gereke

Höchstspannungsleitung: Verzögerungen beim Raumordnungsverfahren

Der Widerstand gegen die Höchstspannungleitung hat den Winter überdauert. Zwischen Mahlum und Bodenstein mahnt das Modell eines Hochspannungsmasts. Gegner der 380-kV-Leitung wehren sich gegen einen Bau als Freileitung und fordern eine Erdverkabelung, um g

LUTTER. Das Raumordnungsverfahren für die 380-kV-Höchstspannungsleitung Wahle-Mecklar verzögert sich. Unterdessen sitzen die Vertreter von betroffenen Kommunen auf heißen Kohlen. „Wir warten händeringend darauf, dass Klarheit herrscht“, sagt Lutters Samtgemeindebürgermeister Peter Kühlewindt.

Im Laufe der Diskussion um die Trassenführung, bei der immer neue Alternativen auftauchten, war auch seine Kommune betroffen. Zwei Trassenführungen stehen im Raum, die Lutter durchschneiden würden: Die eine führt quer durchs Neiletal von Alt Wallmoden, Neuwallmoden über den Bahnhof Lutter bis zur B82 bei Hahausen und dann Richtung Rhüden. Die zweite Variante reicht von Alt Wallmoden an Upen vorbei quer über die Har nach Hahausen.

„Wir haben uns als Kommune klar positioniert“, erklärt Kühlewindt. Die Lutteraner Forderung lautet Erdverkabelung. Kühlewindt weist auf die zahlreichen Naturschutzgebiete rund um Lutter hin und die enge Bebauung des Neiletals. Aber: „Es ist zu befürchten, dass es keine komplette Erdverkabelung geben wird“, schätzt der Lutteraner Verwaltungschef die Lage ein.

Günter Piegsa, Referent bei der Regierungsvertretung Braunschweig des Ministeriums für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung, dass mit dem Raumordnungsverfahren federführend betraut ist, geht davon aus, dass das Verfahren nun im Juli beginnt. Die Verzögerung begründet er mit noch herrschendem Gesprächsbedarf. Als Ziel hatten die Energieunternehmen einst formuliert, dass die Leitung bis 2015 stehen soll.

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