Liebenburg

Dorffest der nächsten Generation in Othfresen

05.09.2010
Von Andrea Leifeld

Dorffest der nächsten Generation in Othfresen

OTHFRESEN. In bester Stimmung feierten mehrere hundert Gäste im ausverkauften DGH zu den Sketchen und Darbietungen. Das mehr als dreistündige Programm bestritten ausschließlich örtliche Gruppen und Vereine.

„Was wäre wenn…?“ lautete das Festmotto und das berühmte „wenn“ hatte bei nahezu allen Aufführungen die Handlung dirigiert: Was wäre, wenn Männer die Frauen endlich verstehen könnten (Kolpingfamilie)? Oder wenn das Zappen am Fernsehgerät nicht so abwechslungsreich wäre (Ev. Männerkreis)? Oder wenn die Hymne „Othfresen, meine Perle“ nicht vor Jahrzehnten im Museumskeller verschwunden und erst in Hamburg wieder aufgetaucht wäre („The Boss Hoss“)?

Wie es wäre, wenn die Rente mit 70 kommen würde, verdeutlichte die Freiwillige Feuerwehr anhand eines bekannten Gartencenter-Mitarbeiters und eines örtlichen Gastronom auf spaßige Art. Nicht vergessen wurde die wohl ursprünglichste aller Fragen, die Festausschussmitglied und Ortsbürgermeister Bernd Möller aufgriff: Was wäre, wenn Schuldirektor Adolf Knigge vor mehr als 40 Jahren die Idee zum Dorffest gar nicht gehabt hätte?

Ein Fest, um das viele Nachbarorte Othfresen beneiden. Ein Fest, getragen von den Bürgern, vorbereitet in zahllosen, ehrenamtlichen Stunden. Dass dieses Fest längst den Sprung in die nächste Generation geschafft hat, zeigte sich nicht zuletzt an dem altersgemischt-jungen Publikum – und seinem wortgewandten Moderator Christof Pabel, der ein Dutzend Beiträge mit viel Witz und lockerem Mundwerk durch den Showabend chauffierte. Sehenswert: Die MTV-Flashlights mit einem rassigen Cancan und der Sketch „Die drei Tenöre“ (FCO-Die Dritte). Ideenreich: Der „Wetten dass…“-Beitrag der FCO-Herren.

Tags drauf standen die „Spiele ohne Grenzen“ auf der Schulwiese im Mittelpunkt des Festgeschehens. Bei deutlich mehr Anmeldungen mussten die umfangreichen Wettkämpfe aus zeitlichen Gründen auf zwölf Teams begrenzt werden. Ungewollte Weitsicht hatte das fünfköpfige Vorbereitungsteam um Altmeister Lothar Fricke bei der Planung bewiesen: Mit der geforderten „friesischen“ Kleiderordnung gingen viele Teams bereits „wetterfest“ in Gummistiefeln und dem klassischen Friesen-Nerz an den Start und waren für die fiesen Regenfälle an diesem Nachmittag bestens gekleidet. Nach vierstündigem Wettkampf hatte die Mannschaft „FCO-Die Dritte“ den „Evangelischen Männerkreis“ als Vorjahressieger auf den Silberplatz gestoßen.

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