Liebenburg

Bedrohte Libelle am Othfresener Flöteberg entdeckt

10.08.2010

Bedrohte Libelle am Othfresener Flöteberg entdeckt

OTHFRESEN. Es gibt sie auch noch in dieser Region, die Grüne Keil- oder Flussjungfer (ophiogomphus cecilia). Naturfreundin Regine Schulz aus Goslar hat das in ganz Deutschland unter Schutz stehende Insekt vor einigen Tagen bei Othfresen am Flöteberg entdeckt.

Eine erfreulich Nachricht, denn dies könnte laut Natur- und Umwelthilfe Goslar darauf hindeuten, dass sich die Wasserqualität der Innerste verbessert hat. Die Aue liegt nahe am Flöteberg und wurde erst in jüngster Zeit unter Naturschutz gestellt.

Die am Flöteberg liegenden Kalk-Halbtrockenrasen dienen vielen Libellen als Nahrungsgrundlage und beheimaten zahlreiche weitere Insektenarten. Die Grüne Keiljungfer ist an ihrem lindgrünen Brustsegment und dem typischen schwarz-gelben Hinterleib zu erkennen.

Die gefährdete Libelle gehört zu jenen Arten, die unter die europäische FFH-Richtlinie (Flora-Fauna-Habitat), fallen und für die Schutzgebiete auszuweisen sind. Der Lebensraum der Grünen Keiljungfer sind naturnahe Bäche und Flüsse mit sandigen und gröberen Sedimenten, geringer Wassertiefe und vor allem geringer Verschmutzung.red

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Kommentare

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vollekanne schrieb am 11.08.2010 09:11

na dann wollen wir mal hoffen das wir menschen weiterhin über den berg fahren dürfen und nicht ne umleitung fahren müssen weil da libellen sonst zu tode kommen könnten... grins

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2012 schrieb am 11.08.2010 13:23

Ich würde es im Gegenteil begrüßen, wenn der Verkehr für ein paar Monate NICHT mehr über den Berg fahren würde. Dann hätte mal eine kleine, bedrohte Tierart es geschafft, den immer mehr zunehmenden und umweltschädigenden Verkehr in die Schranken zu weisen- ganz im Sinne der meisten Anwohner.

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vollekanne schrieb am 11.08.2010 14:57

die armen alten leute die gleich hinterm berg im dortigen heim leben die kriegen dann bestimmt nicht mehr soviel besuch...

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KUS schrieb am 11.08.2010 18:13

Nach den Wildschutz-Zäunen und Krötentunneln wird es höchste Zeit für Moskitonetze an, und in diesem Fall auch über den Straßen. Denn wenn das Leben der Libellen nicht an der Windschutzscheibe eines Autos endet, werden einige Insektenfresser die eiweißreiche Ergänzung ihrer Speisekarte zu schätzen wissen. Da wird es nötig sein, Igeln "work shops" anzubieten, auf daß sie fortan nicht mehr ihren Instinkten folgen. Zum Glück sind Igel keine Menschen. Die Natur ist unsere Chefin, doch halte ich es für unnütz, Othfresen mit sauberem Trinkwasser - nicht zu hoch natürlich - zu fluten, damit sich ein paar bunte Libellen wohlfühlen. Wenn ständig jemand den Tieren hinterhersteigt, ist denen auch nicht geholfen - die wollen bestimmt nicht gefunden, gefangen, katalogisiert, vermessen oder verkabelt werden. Die wissen selbst, wo sie in Ruhe leben können. Lassen wir sie.

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