Liebenburg

Nach der Todesfahrt: Groß Döhrener kritisieren Verkehrszustände

30.07.2010
Von Andreas Gereke

Nach der Todesfahrt: Groß Döhrener kritisieren Verkehrszustände

Menschen, die der tödliche Unfall betroffen gemacht hat, haben an der Unglücksstelle in Groß Döhren Blumen niedergelegt und Grablichter aufgestellt. Foto: Gereke

GROSS DÖHREN. Nach dem tödlichen Unfall in der Straße Am Hellebach ist seit vergangenem Samstag irgendwie nichts mehr so wie es war. Anwohner beklagen die Verkehrssituation vor Ort, und Verkehrsteilnehmer auf der Durchfahrt stoppen plötzlich ab und fahren nicht mehr so schnell durch die Straße.

„Wir können richtig hören, wie sie bremsen“, berichtet Richard Nowak, der seit fast vier Jahrzehnten Am Hellebach wohnt. Am 24. Juli war es, als der 78-jährige Fahrer mit seinem Auto eine 27-jährige Frau erfasste, die am Heck eines Anhängers stand, und sie tödlich verletzte.

Weiterhin ist ungeklärt, ob überhaupt überhöhte Geschwindigkeit der Grund für die Todesfahrt war, denn der Fahrer schweigt zu dem tödlichen Moment. Aber die Anwohner beklagen rasende Fahrzeuge. „Für uns war es nur eine Frage der Zeit, bis etwas Schlimmeres passiert. Schon in der Vergangenheit kam es durch achtloses Rasen zu Beinaheunfällen“, schrieb Anwohner Martin Küstermann an die GZ. „Teilweise muss man Angst haben, vom Fußweg gerissen zu werden. Außerdem sind wir beleidigenden Handbewegungen und Hupkonzerten ausgesetzt, wenn wir nur kurz anhalten, um das Tor zur Hofeinfahrt zu öffnen“, ergänzt der 39-Jährige, der seit zehn Jahren in der Straße lebt.

„Das ist manchmal wie auf einer Rennbahn“, beschreibt Anwohnerin Renate Nowak. Nachbarin Hannelore Brandt berichtet von einer Unterschriftenaktion, die jetzt die Groß Döhrener starten wollen. Mit ihr wollen sie den Kreis auffordern, etwas gegen die „Rennstrecke“ Am Hellebach, in die die Kreisstraße 32 von der Ohlei mündet, zu tun.

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