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Liebenburg
Baustelle stillgelegt: Sporthallenbenutzung erst Wochen später möglich
Ein Container auf dem Hof der Schule am Schloss mit den Resten des alten Hallenbodenbelags zeugt vom Stillstand an der Baustelle. Foto: Gereke
LIEBENBURG. Nach den Ferien sollte in der Sporthalle des Schulzentrums ein neuer Hallenboden glänzen. Doch weil die ausführende Firma Sicherheitsstandards nicht eingehalten hat, sperrte der Landkreis Goslar als Schulträger die Baustelle. Die Fertigstellung des Bodens verzögert sich nun um mehr als anderthalb Monate.
„Es ist absolut ärgerlich. Alles war von uns mustergültig vorbereitet, und dann handelt der Auftragnehmer grob fahrlässig“, macht Heinz Bock, Fachdienstleiter Gebäudedienst beim Landkreis Goslar, seinem Ärger Luft. Auslöser ist, dass die mit der Bauausführung beauftragte Firma trotz vertraglicher Verpflichtung die Sicherheitsstandards für den Umgang mit künstlichen Mineralfasern nicht eingehalten hat.
„Die Abrissarbeiten des alten Bodens sollten mit Ferienbeginn starten. Doch schon am ersten Tag schickte der schon im Vorfeld der Planungen zur Baumaßnahme eingeschaltete Sicherheits- und Gesundheitskoordinator die Arbeiter wieder nach Hause“, berichtet Martin Etscheid, stellvertretender Fachdienstleiter. Ein Grund: Die für Abrissarbeiten mit künstlichen Mineralfasern vorgeschriebene Ganzkörperschutz, Schutzmaske und Handschuhe hatten die Arbeiter nicht. Auch in der Folgezeit lief es nicht rund auf der Baustelle.
Anfang der Woche ging der Kreis in einer Mitteilung noch davon aus, dass die Halle mit sechswöchiger Verspätung wieder genutzt werden kann – mittlerweile befürchtet Bock acht Wochen Verspätung. Mit dem Abriss des alten Bodens hatte der Hallenbauer einen Subunternehmer beauftragt – „nach Angaben des Auftraggebers sei deren Zusammenarbeit bislang immer gut gewesen. Wir können das nicht nachvollziehen“, sagt Etscheid.
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