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Liebenburg
1,5-Millionen-Euro-Projekt vermeidet 600 Tonnen Kohlendioxid jährlich
Herbert Probst zeigt im Schatten der Rottehallen an einem Luftbild die Photovoltaikanlage. Foto: Gereke
UPEN. „Er hat sich durchgesetzt“, kommentierte Liebenburgs Bürgermeister Hubert Spaniol lapidar. Er meint Herbert Probst, den Geschäftsführer der Gesellschaft für Biokompost, der als Befürworter der Solarenergie großen Anteil daran trägt, dass nun auf den Dächern des Kompostwerks Upen eine der größten Dach-Photovoltaikanlagen weit und breit doch noch Strom produzieren kann.
„Lange hat es gedauert, bis der Beschluss fiel, die Dächer für die Photovoltaik zu nutzen, immer wieder hatte sich die Stimmungslage geändert“, rief Probst anlässlich der offiziellen Einweihung der Anlage in Erinnerung. Der nun eingeweihten und Anfang des Monats in Betrieb gegangenen Anlage liegt folgendes Geschäftsmodell zu Grunde: Die Ostwind GbR, ein Zusammenschluss mehrerer Landwirte aus dem Landkreis Wolfenbüttel hat von der Biokompost die Dachflächen gemietet und betreibt darauf die Photovoltaikanlage.
Insgesamt 4.323 Quadratmeter Fläche ergeben alle Module zusammen. Sie verteilen sich auf rund 7.000 Quadratmeter Dachfläche. Erzeugt wird eine Energie von rund 580.000 Kilowattstunden jährlich – das entspricht in etwa dem Strombedarf von 165 Vier-Personen-Haushalten. „Pro Jahr können wir so den Ausstoß von rund 600 Tonnen des Treibhausgases Kohlendioxid vermeiden“, rechnete Hermann Seekamp, einer der Ostwind-Landwirte, vor. Das Investitionsvolumen bei der Anlage betrug rund 1,5 Millionen Euro.
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