Liebenburg

Kanalsanierung in Dörnten wird deutlich teurer

05.05.2010
Von Susanne Fricke

Kanalsanierung in Dörnten wird deutlich teurer

DÖRNTEN. Der zweite Bauabschnitt der Fremdwasserbeseitigung wird erheblich teurer als geplant. Mit 349.000 Euro verdreifacht sich die Investition nahezu gegenüber dem Konzept von 2007, in dem 127.000 Euro veranschlagt worden waren.

„Es liegt eine deutliche Verschlechterung des bautechnischen Zustandes im Vergleich zur TV-Inspektion 2000 mit einer starken Zunahme der Undichtigkeiten und Fremdwasserzuläufe vor. Eine Schadenszunahme seit der Umsetzung des ersten Bauabschnitts vor zwei Jahren ist deutlich erkennbar“, erklärte der Kanalsanierungsberater, Diplom-Ingenieur Andreas Kraft vom Hildesheimer Ingenieurbüro Richter, bei der Sitzung des Betriebsausschusses im TV-Jahn-Sportheim. Zudem seien die Rohre bei der Untersuchung vor zehn Jahren nicht wasserfrei und darum nicht alle Fehler erkennbar gewesen.

Von 7,3 Kilometern im Dörntener Abwassernetz wurden bereits 4,3 Kilometer im ersten Bauabschnitt saniert. Lediglich auf der Kunigunder Straße werden derzeit 570 Meter Rohre wegen des Straßenausbaus erneuert. Im zweiten Bauabschnitt sollen weitere 2.565 Meter Abwasserrohre mit 315 Schäden saniert oder renoviert werden. „Durchschnittlich liegt alle 8,14 Meter ein Schaden vor, aber alle Schäden können als kostengünstige Variante in geschlossener Bauweise mit Rohrrobotern repariert und mit Inlinern saniert werden“, sagte Kraft.

Auf Anfrage des Ausschussvorsitzenden und Ortsbürgermeisters Jürgen Dröfke erklärte Kraft, dass eine Teilung der Maßnahme unwirtschaftlich sei. Von insgesamt 130 Grundstücksentwässerungsanlagen wurden bereits 75 inspiziert.

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