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Liebenburg
Tausende bleiben ohne Trinkwasser
LIEBENBURG. Und plötzlich saß die halbe Gemeinde auf dem Trockenen: Am Mittwoch riss das Rohr der Trinkwasserhauptleitung in Höhe Heimerode. Folge: In Orten westlich des Flötebergs brach am Vormittag die Trinkwasserversorgung zusammen – und die Gemeinde Liebenburg fand den Weg in die bundesweiten Schlagzeilen.
Per Rundfunk versuchte das Wasserwerk die Bürger zu informieren, in der Verwaltung klingelte das Telefon heiß. Betroffen von dem Rohrbruch waren die Ortschaften Othfresen, Heißum, Ostharingen und Upen – sie alle werden von der Hauptleitung entlang der Landstraße 500 über den Flöteberg versorgt. In den vier Orten wohnen zusammen rund 3300 Bürger.
„Um halb Sechs am Morgen bekamen wir den Hinweis, dass Wasser den Radweg parallel zur Landstraße hinunterströmt“, berichtet der Liebenburger Wassermeister Dirk Grätz. „Wir drosselten daraufhin die Durchflussmenge und informierten das mit uns kooperierende Tiefbauunternehmen“, erzählt er weiter. „Wir haben bis zur Reparatur des Schadens das Wasser immer etwas laufen lassen, damit die Schlammbrühe nicht ins Rohr läuft“, erklärt Grätz. Das erspart später noch aufwendigeres Spülen der Leitungen.
Gegen 8.30 Uhr drehten die Wasserwerker dann den Hahn ganz zu – die Reparatur der frei gebaggerten Schadstelle an der rund 50 Jahre alten Gussleitung, auf der sonst sechs Bar Druck herrschen, begann. „Diese Gussrohre brechen nicht in Stücke. Sie sind starr, und die Spannungen in der Erde reißen sie auf. Es ist so, als ob man mit einem Messer eine Wurst längs aufschlitzt“, vergleicht Grätz. Eine Schelle verschließt jetzt die Austrittsstelle des Wassers. „Gegen 9.30 Uhr war der Fall erledigt“, sagt Grätz, das Zuschütten des Lochs mit dem 200er-Rohr konnte beginnen. Die Endstücke in den Ortschaften spülten die Wasserwerker – auch, um die Luft aus dem Leitungsnetz zu lassen. Außerdem entnahmen sie Proben zur Untersuchung der Wassergüte nach der Havarie.
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