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Liebenburg
Fusionspläne: Ja aus Groß Döhren, Nein aus Klein Döhren
LIEBENBURG. Völlig entgegengesetzt bewerten die Ortsbürgermeister von Klein und Groß Döhren die Fusions-Pläne aus dem Rathaus. „Ich persönlich halte eigentlich gar nichts davon“, sagt Horst Schüler aus Klein Döhren. „Ich persönlich würde das befürworten“, sagt sein Amtskollege Karsten Jacob.
Liebenburgs Bürgermeister Hubert Spaniol hatte den Zusammenschluss der Orte vorgeschlagen.
Die Interessen des kleineren Partners drohten bei einem Zusammenschluss unterzugehen, warnt Schüler. Die Möglichkeit einer Mindestvertretung in einem gemeinsamen Ortsrat gebe es nicht, sodass die Klein Döhrener in der Minderheit seien. „Groß Döhren hat halt mehr Einwohner.“
Probleme sieht Schüler auch entstehen, falls bei einer Fusion der Orte auch die Feuerwehren verschmelzen. In der Klein Döhrener Wehr werde damit gerechnet, dass viele Kameraden nicht Mitglied einer neuen größeren Einheit würden, sagt Schüler.
Sorgen bereitet ihm zudem eine mögliche Diskussion um die Zukunft der Gotteshäuser. Irgendwann werde die Frage gestellt: „Brauchen wir beide Kirchen noch?“
Groß Döhrens Ortsbürgermeister Karsten Jacob dagegen verweist auf die Gemeinsamkeiten. Schon heute gebe es beispielsweise eine Schule für beide Orte, einen Schützenverein und eine Kirchengemeinde. Daher sei es nun „an der Zeit, dass die Politik sagt: Wir wollen auch in die Richtung.“ Gemeinsame Sitzungen der Ortsräte habe es zu verschiedenen Themen bereits gegeben – so habe man Kosten für den Protokollführer sparen können. Als weiteren Vorteil eines Zusammenschlusses sieht Jacob das größere Gewicht eines vereinten Ortes im Gemeinderat.
Seit 2005 habe sich das Stimmungsbild in Groß Döhren nicht nennenswert verändert, sagt Jacob. Damals hatte sich bei einer Umfrage die Mehrheit der Groß Döhrener Teilnehmer für einen Zusammenschluss ausgesprochen, die Klein Döhrener überwiegend dagegen.
Gedruckte GZ: Was Bürger aus Klein und Groß Döhren von einem Zusammenschluss halten, lesen Sie in der Donnerstag-Ausgabe.
Kommentare
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Was für Fremde wie ein Dorf aussieht kann offensichtlich nicht zusammen kommen. Wollen die Bauern aus Klein-Döhren, die dort in der Überzahl sind, nichts mit den Arbeitern aus Groß-Döhren zu tun haben? Und dann auch noch die Feuerwehr und die beiden Kirchen? Leute, eure Sorgen möchte ich haben. Die Zeiten, zu denen man sich noch gegenseiteig mit Mistgabeln und heute mit Worten bearbeitet sollten doch wohl vorbei sein. Auch ween nur 1.500,00 Euro gespart würden wäre das ein Fortschritt, denn in Zukunft kann diese Summe bestimmt noch steigen. Ich wünsche unserem OB starke Nerven und Durchsetzungsvermögen, denn der Verstand scheint zumindest in Klein-Döhren auf der Strecke geblieben zu sein. Weiterhin frohes Streiten.
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