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Langelsheim
Feuerwehrmann betrunken im Dienstwagen von Polizei ertappt
LANGELSHEIM. Trotz deutlichen Alkoholkonsums hat ein Wolfshäger Feuerwehrmann sich am 13. August hinter das Steuer eines Feuerwehrwagens gesetzt. Dabei wurde er von der Polizei erwischt. Die Überprüfung durch die Beamten ergab einen Wert von 1,03 Promille.
Trotz mehrfacher Nachfragen blieb zuerst unklar, zu welcher Ortswehr der Beschuldigte gehört. Niemand aus der Führungsspitze der Langelsheimer Feuerwehren wollte etwas preisgeben. Allerdings verdichteten sich die Hinweise, dass es sich um einen Wolfshäger Feuerwehrmann handelt.
Erst Donnerstagnachmittag bestätigte die Verwaltung der Stadt Langelsheim diese Annahme. Kein Mitglied der Führung, sondern ein „ganz normaler Feuerwehrmann“, wie ausdrücklich betont wurde.
Rückblende: Wie die Polizei berichtet, habe sich am Abend des 13. August ein Passant an die Langelsheimer Beamten gewandt, weil ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr beschleunigt und direkt auf ihn zu gehalten habe, als er die Ringstraße überqueren wollte. Daraufhin habe er die Polizei alarmiert, die den Fahrer ausfindig machte und kontrollierte.
Inwieweit die Aussage, der Autofahrer habe beschleunigt und sei unmittelbar auf den Fußgänger zugesteuert, der Wahrheit entspricht, konnte bisher nicht zweifelsfrei geklärt werden. Wie die Polizei mitteilt, müssen in dieser Angelegenheit weitere Zeugen befragt werden.
Keine Zweifel gibt es jedoch an der alkoholbedingten Fahruntüchtigkeit des Feuerwehrmannes. Nach Polizeiangaben lag der Blutalkoholwert bei 1,03 Promille, der Atemalkoholwert wurde mit 1,16 Promille angegeben. „Mehr als ein Promille – das gilt bei uns als deutlich alkoholisiert“, sagt Otto Brodthage von der Langelsheimer Polizei.
Den Vorfall gar nicht kommentieren wollte der Wolfshäger Ortsbrandmeister Karsten Bothe: „Es handelt sich um ein schwebendes Verfahren, deshalb werde ich dazu nichts weiter sagen.“
Dass es sich bei dem Vorfall um einen Feuerwehrmann in einem Einsatzfahrzeug handelte, ging aus dem seinerzeit veröffentlichen Pressebericht der Polizei nicht hervor, sondern wurde erst durch die Recherche der GZ aufgedeckt. Wie Michael Ahrens, Sprecher der Polizei Goslar, mitteilte, sei es „überhaupt nichts Ungewöhnliches“, dass dem Polizeibericht nicht zu entnehmen war, dass es sich um einen Feuerwehrmann auf einer Dienstfahrt gehandelt hatte. Laut Aussage von Kreisbrandmeister Uwe Borsutzky habe es sich bei der Fahrt „nicht um eine Einsatzfahrt“ gehandelt.
Noch laufen die polizeilichen Ermittlungen. Kommt es jedoch zu einer Verhandlung, muss der Beschuldigte sich wohl wegen seiner Trunkenheitsfahrt sowie Gefährdung des Straßenverkehrs verantworten. Der Führerschein wurde bereits von der Polizei beschlagnahmt.
Kommentare
Die Kommentare geben nicht die Meinung der Zeitung wieder. Sie sind Einzelmeinungen der Leser, keine repräsentative Auswahl.
Von " dumm gelaufen " kann man hier wohl nicht sprechen . Da hat ein kamerad die Interpretation der hoheitlichen aufgaben und Befugnisse einer Feuerwehr für sich falsch ausgelegt , indem er einen Fußgänger der vor ihm noch die Straße überqueren will , durch Erhöhen der Geschwindigkeit und auf ihn zuhaltend zu maßregeln versucht . !,03 pro Mille geht nicht . Selbst im Einsatzfall könnte man sich da nicht auf den rechtfertigenden Notstand berufen . Ich möchte nicht wissen , was dabei heruaskommt wenn die Polizei dazu übergeht , im Einsatz befindliche Kraftfahrer aller Wehren zu kontrollieren . Das Problem ist Brandaktuell , ganz gleich ob am Harly , an der Innerste oder anderswo . Soweit darf das Angagement und die Liebe zur " Guten Sache " nicht gehen das ich als Feuerwehrangehöriger meine Fahrerlaubnis auf´s Spiel setzte , dessen Entzug ja sehr weitreichende Folgen in sich birgt .
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Da hat die Goslarsche ja einen handfesten weltsicherheitsrelevanten Skandal aufgedeckt, dass es sich bei der Trunkenheitsfahrt um einen Feuerwehrmann mit Dienstwagen gehandelt hat, und er auch noch aus Wolfshagen kommt. Was für eine journalistische Leistung !! Nicht dass ich die Trunkenheitsfahrt tolerieren oder gut heißen würde. Ganz im Gegenteil. Alkohol hat absolut nichts im Straßenverkehr zu suchen !!! Aber da so eine Aufdeckungsgeschichte "like Bild" draus zu machen, ist vielleicht etwas übertrieben. Wieviele Fahrzeugführer fahren im zivilen unter Alkoholeinfluss ?? Die Feuerwehr ist nun mal ein Spiegelbild der Gesellschaft und so kann es auch da vorkommen, dass solche negativen Zwischenfälle passieren. Man sollte dieses jetzt aber nicht zu hoch aufhängen. Das aber der Bericht seine Wirkung nicht verfehlt hat, kann man ja am Kommentar von Balu sehen. Demnach müssten ja fast alle Fahrer von Einsatzfahrzeugen alkoholisert sein !?
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Oberharzer: Nicht alle , aber z.B. am Vatertag , nach Feten , Gruppenfeten , Oktoberfesten , Weihnachtsfeiern , Eimerwettkämpfen ect. durch " teilnehmende Beobachtung " selbst erlebt . Als die Polizei bei einem Einsatz ( Unfall am Vatertag ) einen Verdacht hatte , wurde ruck zuck eine Kameradin als Fahrzeugführerin benannt , die dann acu das Fahrzeug zurück ins Gerätehaus fuhr . Da das Fahrtenbuch erst nach dem Einsatz ausgefüllt wird , ist das durchaus machbar . Da es sich um Freiwillige handelt , kann den Leuten nicht verwehrt werrden im privaten Bereich auch mal Alkohol zu sich zu nehmen . Nur , ob ich dann noch ein Fahrzeug -privat PKw auf der Fahrt zum Gerätehaus - und dann noch ein Einsatzfahrzeug unter Einsatzbedingungen mit einer kompleten Mannschaft im Rücken , bewegen würde , darf ruhig hinterfragt und auch kritisiert werden .Es geht ja auch um die Gesundheit der Kameraden und um öffentliches Material .
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Stimmt, bei den von dir beschriebenen Veranstaltungen wird auch bei uns in der Feuerwehr mal etwas Alkohol getrunken und der von dir beschriebene Fall ist nicht in Ordnung. In meiner Feuerwehr, und auch bei vielen anderen Feuerwehren, gibt es dann sogenannte Einsatzbereitschaften aus Kameraden, die KEINEN Alkohol trinken. Sollten trotzdem alkoholisierte Kameraden bei einem Einsatz auftauchen, werde sie wieder nach hause geschickt. Und dass nicht nur die Fahrer sondern alle !!! Um gleich eines vorweg zu nehmen. Mein Name bedeutet nicht, das ich in der Region auch in einer Feuerwehr bin.
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