Langelsheim

Gerätehäuser sind keine Katalogware

18.08.2010

LANGELSHEIM. Eigentlich sollte der geplante Neubau des Langelsheimer Feuerwehrhauses erst ein Thema im nicht-öffentlichen Teil der Feuerwehrausschuss-Sitzung sein. Doch dann rückte dieser bereits beim Entwurf der Haushaltsplanberatung 2011 ins Visier der Ausschussmitglieder.

Allein die im Finanzhaushalt 2011 von Bauamtsmitarbeiter Jörg Severin veranschlagten Planungskosten in Höhe von 200 .000 Euro, unter anderem für Architektenleistungen, ließen die Ausschussmitglieder um den Vorsitzenden Bernd Kröhl kritisch hinterfragen: „Gibt es nicht fertige Bauten nach Deutscher Industrie-Norm für Feuerwehrhäuser?“, wollten Michael Bachmann und Udo Klauenberg wissen.

Nein, meint Stadtbrandmeister Ingo Henze: „Man kann nicht einen Katalog aufschlagen und ein Stück Feuerwehrhaus kaufen.“ Jedes Gerätehaus sei anders. So hätte beispielsweise die Langelsheimer Wehr neben ihren Spezialfahrzeugen auch eine zentrale Kleiderkammer und die Ausrüstung des Musikzuges unterzubringen.

Ortsbrandmeister Hartmut Ölmann zog ein bildliches Beispiel zur Verdeutlichung heran: „Jeder Mensch hat doch auch ein anderes Gebiss.“ Selbstverständlich habe man im Rahmen der Planung bereits Feuerwehr-Neubauten in Oker, Jerstedt und Clausthal besichtigt, aber keines dieser Häuser sei eins-zu-eins für die Langelsheimer Belange übernehmbar.al

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