Langelsheim

Anerkennung als staatlich anerkannte Luftkurorte: Lautenthal und Wolfshagen nehmen letzte Hürden

07.03.2010
Von Detlef Kühlewind

Anerkennung als staatlich anerkannte Luftkurorte: Lautenthal und Wolfshagen nehmen letzte Hürden

WOLFSHAGEN/LAUTENTHAL. Es sieht gut aus für die beiden Fremdenverkehrsorte: Lautenthal hat die Anerkennung als staatlicher Luftkurort so gut wie in der Tasche. Und in Wolfshagen räumten die Hoteliers die größten Steine aus dem Weg.

„Wir warten auf die Gutachten vom Deutschen Wetterdienst“, sagt Erster Stadtrat Otto Rettstadt und lässt durchblicken, dass er bezüglich der Ergebnisse guter Hoffnung ist. Am 6. Februar sind die Messungen an den Wetterstationen in Lautenthal beendet worden. Der erste Zwischenbericht sei hervorragend gewesen. „Alles lag im grünen Bereich. Der zweite Bericht wird genauso positiv“, ist Rettstadt überzeugt und ergänzt: „Ich gehe davon aus, dass auch das medizinisch-klimatologische Gutachten positiv ist.“

Bereits am Mittwoch kommt eine Abordnung der Bewertungskommission, bestehend aus einem Vertreter der Industrie- und Handelskammer (IHK) sowie der Regierungsvertretung Braunschweig, zur abschließenden Ortsbesichtigung nach Lau- tenthal und Wolfshagen. Rettstadt zufolge ist deren Aussage schon so etwas wie eine Vorentscheidung.

Noch fehlen Sterne

Bezüglich des Ortsteils Wolfshagen ist Rettstadt zwar ebenso zuversichtlich. Gleichwohl sind dort die Voraussetzungen für die künftige Anerkennung zum Luftkurort noch nicht ganz so weit vorangeschritten. Nicht nur, dass die Messung der Klimadaten erst in den nächsten Tagen endet und die Auswertung daher noch einige Zeit länger dauern wird als in Lautenthal. Auch fehlt im Ort noch eine wesentliche Voraussetzung für den Titel Luftkurort. Die Auszeichnung kann nämlich nur verliehen werden, wenn mindestens die Hälfte der Gästebetten mit drei oder mehr Sternen ausgezeichnet ist. Davon aber waren die Vermieter weit entfernt. Nach Auskunft von Helgrit Korsch, Vorsitzende des Fremdenverkehrsvereins Wolfshagen, ist bisher lediglich das Hotel „Im Tannengrund“ klassifiziert. Da es im Ort insgesamt etwa 530 Betten gibt, ist die 50-Prozent-Quote damit noch lange nicht erreicht. Weil der große Anteil auf die Hotels entfällt, hilft es auch nichts, dass die Privatvermieter sich bereitwilliger um die Sterne gekümmert haben. „Dass die 50 Prozent nicht erreicht waren, war jedem bekannt“, sagt Rettstadt.

Fremdenverkehrsverein und Verwaltung wandten sich an die Hotel-Betreiber, machten ihnen klar, wie wichtig die Klassifizierung für den gesamten Ort ist und appellierten an sie, umgehend tätig zu werden.

Hotels ziehen mit

„Alle großen Häuser müssen ins Boot“, sagt Korsch und kann einen Erfolg vermelden: Die Anträge an den deutschen Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) seien endlich abgeschickt. „Mitgemacht haben die Hotels Graber und Bothe sowie das Berghotel und der Wolfshof“, berichtet Korsch. Damit ist die Quote übererfüllt: Die vier Häuser verfügen über insgesamt genau 300 Betten.

Rettstadt geht davon aus, dass die Entscheidung über die Luftkurorte am 20. April fällt und im Mai oder Juni bekannt wird.

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