Langelsheim

Fraktionen sehen Wählergemeinschaft als Bereicherung

04.03.2010
Von Ralf Blasig

LANGELSHEIM. Als Bereicherung werten die etablierten Fraktionen im Langelsheimer Stadtrat die angekündigte Gründung einer Wählergemeinschaft, die ihnen bei der Kommunalwahl im kommenden Jahr Sitze abjagen will.

„Dann kommt vielleicht wieder Feuer rein in den Rat“, sagt CDU-Fraktionschef Horst Niedermeier. Politisches Engagement sei zu begrüßen, sagt sein SPD-Kollege Michael Bachmann. Derzeit setzt sich das Parlament ausschließlich aus Vertretern der beiden großen Parteien zusammen.

„Gute Arbeit“

Einen neuen inhaltlichen Kurs werde man angesichts der neuen Konkurrenz nicht einschlagen, betont Bachmann: „Ich bin der Meinung, dass wir gute Arbeit machen.“

In einem wichtigen Punkt waren die Fraktionen allerdings bereits auf ihre Mitbewerber zugegangen: Sie hatten zugesagt, die Bürger über neue Kraftwerks-Konzepte der Firma Maxxcon für das Sophienhütte-Gelände umgehend zu informieren und auch in die politische Entscheidung einzubinden. Das ursprünglich geplante Kraftwerk für Ersatzbrennstoffe ist das Kernthema der Bürgerinitiative, die nun die Wählergemeinschaft gründen will.

„Gute Chancen“

Wie sich die neue Konkurrenz auf anderen Feldern wie Schule und Kinderbetreuung positioniere, sei offen, sagt Niedermeier. Daher gebe es keinen Anlass, inhaltlich zu reagieren. Gute Chancen auf Sitze im Rat sieht Niedermeier auch für die FDP: Gemessen an früheren Wahlergebnissen hätten die Liberalen gute Aussichten, ein bis zwei Vertreter zu entsenden.

Gedruckte: Wie sich die Fraktionschefs zu möglichen neuen Bündnissen im Rat äußern, lesen Sie in der Freitag-Ausgabe.

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