Langelsheim

Kraftwerkspläne: Maxxcon will Erschließungskosten bald begleichen

03.03.2010
Von Ralf Blasig

LANGELSHEIM. Nach dem Langelsheimer Vorhaben hat die Firma Maxxcon auch ihre Pläne für ein Kraftwerk für Ersatzbrennstoffe (EBS) in Osnabrück vorläufig auf Eis gelegt. Zugleich kündigte sie an, die ausstehende Summe für die Erschließungskosten des Sophienhütte-Geländes bald zu bezahlen.

Die Osnabrücker Entscheidung fiel nach einem Treffen von Maxxcon, Stadtwerken und der Papierfabrik Ahlstrom am Dienstag. „Alle drei Unternehmen sind sich nach einer gemeinsamen Beurteilung der Rahmenbedingungen einig, dass das betriebswirtschaftliche Risiko für die Errichtung eines solchen Heizkraftwerks derzeit zu groß ist“, teilte Manfred Hülsmann mit, Vorstandsvorsitzender der Stadtwerke Osnabrück.

In einer Pressemitteilung betonen die Unternehmen, dass die Pläne nicht endgültig zu den Akten gelegt seien. „Ändern sich die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu unseren Gunsten, sind wir durch die fortgeschrittene Projektentwicklung in der Lage, unsere Überlegungen sofort wieder aufzunehmen“, so Maxxcon-Geschäftsführer Dr. Reinhard Wagner.

Im Dezember hatte Maxxcon bereits angekündigt, das Langelsheimer EBS-Vorhaben vorerst nicht zu forcieren und von einer „Warteposition“ gesprochen. Stärker befasst sich das Unternehmen nach eigenen Angaben mit Alternativen, legt sich inhaltlich allerdings nicht näher fest.

Die ausstehende Summe für die Erschließungskosten des Geländes werde man überweisen, kündigte am Mittwoch Maxxcon-Sprecher Peter Horenburg an. Die Frist dafür endet laut Bürgermeister Henning Schrader Ende März. Schrader sagte, er rechne nun zeitnah mit der Vorlage eines neuen Kraftwerks-Konzepts durch Maxxcon.

Rechtlich hätte Maxxcon auch die Möglichkeit, wie in Osnabrück auf ein Alternativvorhaben zu verzichten und auf bessere Bedingungen für ein EBS-Kraftwerk zu warten. Der positive Vorbescheid gelte für drei Jahre, erläuterte Jürgen Reif, Chef der Braunschweiger Gewerbeaufsicht. Zudem laufe diese Frist erst, wenn der Vorbescheid bestandskräftig sei. Gebe es Klagen von Kraftwerksgegnern, dann müsse darüber erst entschieden sein.

Gedruckte GZ: Wodurch das Osnabrücker Kraftwerk wirtschaftlich unattraktiv wurde, lesen Sie in der Donnerstag-Ausgabe.

drucken versenden Leserbrief schreiben