Langelsheim

Schulzentrum: Landkreis will Aula abgeben oder notfalls abreißen

03.03.2010
Von Detlef Kühlewind

Schulzentrum: Landkreis will Aula abgeben oder notfalls abreißen

LANGELSHEIM. Der Landkreis Goslar will sie loswerden, die Stadt Langelsheim will sie aber nicht haben – der Aula im Schulzentrum könnte daher der Abriss drohen. Auch die alte Turnhalle und die Trakte zwei und drei sollen den Besitzer wechseln.

„Wir brauchen die Aula für die Schule nicht mehr“, erklärte Schuldezernent Hans-Rudolf Segger vom Landkreis Goslar bei Vorstellung des Sanierungsvorhabens im Schulzentrum und ergänzte: „Wenn die Stadt die Aula nicht übernimmt, ist der Abriss die letzte Konsequenz.“

„Den Abriss kann ich mir nicht vorstellen. Wie soll das aussehen?“, fragt dagegen Bürgermeister Henning Schrader. In den Gesprächen mit dem Landkreis habe die Stadt deutlich gemacht, dass sie sich um die Übernahme der Aula nicht reißt, weil sich ein zu hoher Investitionsstau angesammelt hat. Zwar stelle sich die Frage, ob man es sich erlauben könne, diese Räumlichkeit außer Betrieb zu nehmen. Doch für die überfällige Sanierung will die Stadt auf keinen Fall aufkommen müssen.

Am dritten und seit Jahren leer stehende Trakt des Schulzentrums haben weder Landkreis noch Stadt ein Interesse. Anders sieht die Sache für den Trakt zwei aus. Dort würde die Stadt im unteren Bereich gerne eine Kinderkrippe einrichten. Die Gespräche drehen sich daher nicht darum, ob die Stadt die Nutzung übernimmt, sondern wie sie das möglichst schnell tun kann.

„Unser Ziel ist, ab dem 1. August 2011 die Krippenplätze anzubieten“, sagt Schrader. Weil aber zuvor umfangreiche Umbauarbeiten anstehen und Fördermittel beantragt werden sollen, hofft Schrader noch in diesem Halbjahr auf eine Einigung: „Das ist machbar.“ Der Sanierungsbedarf ist auch in diesem Gebäudeteil groß.

Als viertes Objekt will sich der Landkreis auch von der alten und ebenfalls unsanierten Turnhalle trennen, die nördlich des Schul- zentrums liegt. Dass die Halle dringend benötigt wird, steht für Schrader außer Frage. Täglich nutzen Vereine die Sportstätte und auch die Grundschüler sollen sich weiterhin dort treffen, anstatt über den Steinweg hinweg bis zum Alternativstandort an die Kastanienallee laufen zu müssen.

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