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Langelsheim
Missbrauchs-Prozess: Gericht setzt zusätzliche Verhandlungstermine an
BRAUNSCHWEIG/LANGELSHEIM. Der Prozess gegen einen wegen sexuellen Missbrauchs seiner Nichte angeklagten 45-jährigen Langelsheimer zieht sich weiter in die Länge. Am Mittwoch setzte das Landgericht Braunschweig erneut zusätzliche Verhandlungstermine fest. Das Urteil wird nicht vor Mitte April erwartet.
Die Anklage behauptet, der Mann habe sich in drei Fällen an dem bei der ersten Tat erst zehn Jahre alten Mädchen vergangen. Zwei der Übergriffe sollen in seiner Wohnung geschehen sein, einer in seinem Auto.
Der Beifahrersitz des Wagens wurde am Mittwoch von der Verteidigung als Beweismittel heranzitiert. Der Beschuldigte, der die Vorwürfe bestreitet, baute den Sitz also aus und schleppte ihn in den Gerichtssaal. Dort versammelten sich die Beteiligten mit zum Teil skeptischen Mienen um das ungewöhnliche Beweisstück.
Doch schon nach kurzer Zeit merkte Rechtsanwalt Michael Hoppe, der das mutmaßliche Opfer vertritt, an: „Eigentlich müsste der doch viel stärker durchgesessen sein.“ Das bestätigte auch der Angeklagte. Er habe das Teil kürzlich vom Schrott geholt und eingebaut, weil das Original nicht mehr besonders gut erhalten war.
Den Antrag, den Haftbefehl gegen den 45-Jährigen aufzuheben, lehnte das Gericht ab. „Es besteht weiter dringender Tatverdacht“, begründete der Vorsitzende Richter Manfred Teiwes die Entscheidung. Dennoch muss der Beschuldigte nicht ins Untersuchungsgefängnis. Sein Haftbefehl bleibt vorerst außer Vollzug. Die Verhandlung wird in der kommenden Woche fortgesetzt.on
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