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Goslar
Kurmittelhaus-Zukunft offen
HAHNENKLEE. Der unbefriedigende Zustand des leer stehenden Kurmittelhauses in Hahnenklee war erneut Thema im Ortsrat. Die Verhandlungen mit der Ramada-Gruppe über die Verwendung des Gebäudes als Spielhaus haben laut Mitteilung der Verwaltung bisher zu keinem Ergebnis geführt.
Die Verwaltung zitiert ein Schreiben der Ramada-Gruppe aus dem Monat März, in dem es heißt, dass „aufgrund der wirtschaftlichen Lage aktuell keine Partner für das Projekt zu gewinnen“ seien, sofern sich die Stadt Goslar nicht engagiere. Die Verwaltung habe im Sommer Gesprächsbereitschaft signalisiert und „Unterstützung bei der Beantragung von Fördermitteln zugesagt, allerdings auf Basis konkreter Planungen und Kostenschätzungen“. Auf Kritik und Unverständnis stieß der abschließende Satz: „Da die Ramada-Gruppe im Jahr 2008 ernsthaftes Interesse an einer Teilnutzung des Kurmittelhauses signalisierte, hat die Verwaltung keine Gespräche mit anderen, potenziellen Nutzern geführt.“ Jörg Klockgether (SPD) bezeichnete das als „Armutszeugnis“ und erinnerte auch daran, dass eigens für den Erhalt des Schwimmbades der Kurbeitrag um 20 Cent angehoben worden war.
Seitens der SPD-Fraktion, die die Verhandlungen über die Verwendung des Gebäudes als Spielhaus für gescheitert erklärt, liegt ein Antrag zur zukünftigen Nutzung des stillgelegten Kurmittelhauses und Schwimmbads vor. Demnach soll die Verwaltung aufgefordert werden, einen Pächter durch öffentliche Ausschreibung zu suchen. Auch soll geprüft werden, ob es eine Aussicht auf öffentliche Fördergelder gibt. Ein zweiter Teil des SPD-Antrags forderte, das Schwimmbad für die Wintersaison ab Weihnachten bis einschließlich April 2010 zu öffnen, um auch dann ein Angebot vorhalten zu können, „wenn die Wetterbedingungen Wintersport nicht oder nur eingeschränkt“ ermöglichten.
„Das Hallenbad zu reanimieren kostet viel Geld“, merkte Almut Ahrendts (CDU) an und wies darauf hin, dass der Ort im „Best Western“ über ein Hallenbad verfüge, das auch von Kurgästen genutzt werde. Unterstützung erhielt sie darin von Hans Heinrich Wiebe (FDP), der auf die erst erfolgte Investition in Höhe von 150.000 Euro in das Hotel-Bad aufmerksam machte. Am Ende der Debatte wurde der zweite Teil des SPD-Antrags gestrichen, der erste dafür einstimmig auf den Weg gebracht.
Kommentare
Wie immer Lug und Betrug. Erhöhung der Kurtaxe für den Unterhalt des Schwimmbades. Wie wäre es wenn Charakter zeigen würde und das Lügengebilde zurückdrehen würde. Die Gäste wären erfreut, zumal Ihnen für die Kurtaxe nichts geboten wird. Wird aber nichts, da sowohl die roten Genossen als auch die Schwarzen Socken unter der Knute ihrer Parteiführung in Goslar stehen. Für Eigenständigkeit fehlt der Mut und die richtigen, mutigen Personen!
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