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Goslar
Doppel-Umzug an die warme Tafel
OKER. Mit einem „Abend der Offenen Tür“ feierte der „Kleine Tisch Oker“ am Donnerstag einen erneuten Umzug in Unter-Oker sowie die formale Umsiedlung ins Tafelwesen.
Vorsitzender Rolf Peter Saal skizzierte zur Begrüßung zahlreicher Mitwirkender und Unterstützer der Einrichtung die Entwicklung: Nach ideeller wie materieller Übernahme einer Garage in der Mühlenstraße durch Paulusgemeinde, Lions Club Kaiserpfalz und Bürgerstiftung im Jahre 1996 wuchs die Unterstützung Bedürftiger durch die kostenlose Verteilung von Lebensmitteln über mehrere Garagen bis zur Anmietung einer Halle auf dem ehemaligen Natronag-Gelände an der Wolfenbütteler Straße an. Bis auch diese zu klein wurde. Heute werden rund 1800 Menschen aus allen Teilen des Landkreises verköstigt.
Also suchte man und wurde schließlich bei den Räumen der ehemaligen Paulusgemeinde am Breiten Stein fündig. Kein Wunder, ist doch Dekan Aksel Hahn, obwohl ausschließlich dem Goslarer Propst auf der Tasche liegend, wie Helmut Liersch scherzend anmerkte, seit vielen Jahren an vorderster Unter-Okeraner Kirchen- wie Tisch-Front tätig. Nach langen Verhandlungen, Vorbereitungen und Umbauten, gefördert gleichermaßen von den „alten Verdächtigen“ hilfreicher Handwerker aus dem Ort wie auch vom Schweinchengeld der Goslarschen Zeitung, geht der Kleine Tisch am 4. Dezember erstmals unter der neuen Adresse an den Start.
Und unter neuem Namen – jedenfalls nach außen hin. Die „Goslarer Tafel“ muss nach Saals Worten deshalb sein, um in den (schützenden) Schoß des Bundesverbandes der Tafeln zu gelangen, auch wenn es von denen mal gerade 30 gab, als der „Kleine Tisch“ ins Leben gerufen wurde. Der Schutz bezieht sich, auch wenn man es nicht glauben möchte, auch vor der Hilfs-Konkurrenz im Umfeld, die in der Vergangenheit mehr als einmal an die Lebensmittel-Quellen der Okeraner ging.
„Ein gemeinsames Kind ist erwachsen geworden“, skizzierte der Okeraner Kirchenvorstand Norbert Bengsch die Entwicklung und lobte die sinnvolle Nachnutzung der Gemeinderäume. Ausgabestelle und Lagerstätte für die Lebensmittel im Erdgeschoss sind künftig strikt voneinander getrennt, das weitere Plus für die Besucher sind verbesserte Aufenthaltsmöglichkeiten gerade im Winter mit Toiletten. Im Keller des Gebäudes kann auch eine seit 1966 bestehende Seniorengruppe weitermachen.
Kommentare
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Wirklich ne gute Sache, nur... Das abgelaufene Produkte dort angeboten werden, ist auch nicht schlimm... Allerdings, wenn z.B. Fisch mehrere Wochen über Verfallsdatum ausgegeben wird, ist das schon sehr bedenklich finde ich.
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