Goslar

Nachtabschaltung: In der Stadt gehen die Lichter früher aus

30.11.2012
Von Friedrich Metge

Nachtabschaltung: In der Stadt gehen die Lichter früher aus

Künftig wird es nach Mitternacht auch am Rosentor dunkel: Um den Zukunftsvertrag mit dem Land gegenzufinanzieren, wird auch an der Straßenbeleuchtung gespart. Foto: Kusian Müller

GOSLAR. In der Kaiserstadt gehen die Lichter aus. Zwar nicht für immer, dafür aber früher. In seiner Sitzung am Donnerstagabend stimmte der Bauausschuss bei drei Enthaltungen für die Nachtabschaltung der Straßenbeleuchtung. Sie ist Bestandteil des Zukunftsvertrages.

Vorgesehen ist, die Straßenbeleuchtung im gesamten Stadtgebiet ab dem 2. Januar 2013 an Wochentagen von 0 bis 5 Uhr und an Samstagen und Sonntagen von 1 bis 5 Uhr abzuschalten. Ausnahmen soll es bei Großveranstaltungen geben, die bis in die Nachtstundendauern. Dann soll die Nachtabschaltung für den Veranstaltungszeitraum ausgesetzt werden.

Ausgenommen werden aus Sicherheitsgründen die Fußgängerunterführung am Bahnhof und die Fußgängerüberwege. Letztere sind, so schreibt es eine Richtlinie vor, grundsätzlich zu beleuchten.

Gedruckte GZ: Wie Ausschussmitglieder argumentierten, lesen Sie in der Samstag-Ausgabe.

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Kommentare

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Doering Thomas schrieb am 30.11.2012 20:21

Die Kaiserstadt hat eine so starke Strahlkraft ,dass eigentlich gar keine Beleuchtung gebraucht wird. Wer nach Mitternacht auf dem Weltklassepflasater der Innenstadt unterwegs ist ,bekommt vom OB kostenlos eine Taschenlampe zur Verfügung gestellt ,damit sich sich keiner die Haxen bricht.

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Sven Jensen schrieb am 30.11.2012 20:45

Was für´n Irrsinn....

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Andreas Caputo schrieb am 30.11.2012 22:03

Oh Shit, dimmen ist ja verständlich aber ganz abschalten? Welcher Gehirnfurz hat die werten Ausschussmitglieder denn da geritten?

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Hauke Lorenz schrieb am 30.11.2012 22:27

Na super. Habe lange Zeit in Vienenburg gewohnt. Da läuft das schon lange so. Mir persöhnlich hat es nicht gefallen aber... In den Jahren die dort gewohnt habe wurde die Dunkelheit fünf mal genutzt um meinen PKW zu zerkratzen. Aber aus Energiespargründen kann ich es schon verstehen. Jedoch das Altstadtpflaster .... aber man kann ja auch im Dunkeln die Füße etwas anheben. Und wie heißt es so schön: Was dem einen sein Uhl ist dem Anderen sein Nachtigall. Im dunkeln lässtsichs gut munkeln... Ne ehrlich, ich kenne genügend Menschen die abends spät sowieso schon ungern auf die Straße gehen. Aber im stock dunklen... Wäre ja auch eine Möglichkeit jede zweite Straßenlaterne aus zu schalten. Vieleicht geht ja noch jemandem ein Licht auf. Die Deutschen sind doch Statistikmeister. Bin mal auf die Kriminalstatistik ab 02.01.13 gespannt. Schönes WE

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Julian Schimek schrieb am 30.11.2012 22:44

So langsam REICHT ES! Ob die Herrschaften vom Bauausschuss schon einmal Nachts im Wald unterwegs waren? Wir leben doch nicht auf dem Dorf?! Wieviele Polizisten werden denn dann neu eingestellt? Die Idee mit den Taschenlampen von unserm Herrn Oberbürgermeister ist sehr gut! Mal schauen wann nach dem 2.1 die ersten Klagen gegen die Stadt kommen weil jemand ausgeraubt oder sich etwas gebochen hat?!

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Lars Fricke schrieb am 01.12.2012 00:31

Soll das ein verfrühter Aprilscherz sein? Ansonsten ist es mit Abstand die besch....te Idee, die mir jemals in Goslar untergekommen ist!

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frank Schmidt schrieb am 01.12.2012 07:47

geht eigentlich nur hopp oder topp? oder kann man evtl. auch so steuern, dass zum beispiel jede dritte laterne an bleibt?

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Bernd Reichardt schrieb am 01.12.2012 09:52

Nicht nur das "Nachteulen" eine gute Taschenlampe brauchen, empfehlen tut sich sicher, das man kräftigen Geleitschutz mitnimmt oder wie in den Staaten(in der BRD nicht erlaubt) eine scharfe Waffe mit sich führt, um sich im Notfalle wehren zu können. Wie bekannt, lockt Dunkelheit auch Gesindel aller Art an. Leute seit auf der Hut, und verschanzt euch gut.

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Martin-Harald Meyer schrieb am 01.12.2012 10:12

Eine Schande für die Stadt! Sicherheit geht vor!

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Lars Fricke schrieb am 01.12.2012 11:51

Egal wen man ins Rathaus wählt, man schafft es nicht den Wahnsinn abzuwählen. Vielleicht doch Zeit, dieser Möchtegernstadt den Rücken zu kehren. In Goslar geht im wahrsten Sinn das Licht aus!

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Karsten Beccard schrieb am 01.12.2012 19:17

Man sollte dafür vielleicht einen Nachtwächter einstellen. Bewerber scheint es im Rathaus genug zu geben.

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Christian Reinboth schrieb am 02.12.2012 11:49

Ich finde es großartig, dass eine Stadt wie Goslar sich an eine solche Maßnahme herantraut. Es ist schade, dass die Kommentatoren hier vielfach von einer damit verbundenen Einschränkung der öffentlichen Sicherheit ausgehen, die so sicher nicht eintreten wird. Wie die in der Stadt Rheine bereits 2007 eingerichtete Nachtabschaltung bewiesen hat, führt eine Verringerung der Beleuchtung weder zu einer höheren Unfallquote noch zu mehr Kriminalität. Dafür wird die Stadt Goslar nun aller Voraussicht nach nicht nur viel Energie und damit Geld einsparen, sondern auch noch ihre Energie- und Ökobilanz (Stichwort: Lichtverschmutzung) signifikant verbessern können. Dass eine der größten Städte in unserer Region eine so fortschrittliche Politik umsetzt, ist meinem Erachten nach sehr zu begrüßen. Ich hoffe, das Ausbleiben negativer Folgen wird mittelfristig auch noch die Kritiker überzeugen können...

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Rainer Wittmann schrieb am 02.12.2012 14:04

Ich hab keine Probleme mit der Nachtabschaltung. Die Einsparungen sind allerdings gering. Etwa eine halbe Stelle im aufgeblähten, unfähigen und überteuerten Öffentlichen Dienst, der heute den Großteil der Steuereinnahmen auffrisst. Für alle konkreten Leistungen muß der Bürger dann noch mal durch Sonderabgaben zahlen, Wenn wir wirklich unser Gemeinwesen gesunden lassen wollen, dann muß das Krebsgeschwür des öffentlichen Dienstes entfernt werden.

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Sven Jensen schrieb am 02.12.2012 18:10

Wer schon einmal durch eine verdunkelte Stadt gelaufen ist, wird seine Meinung sehr schnell ändern! Energie sparen ja, aber nicht so! Schonmal Nachts bei Neumond und Wolkenverhangenden Himmel durch Vienenburg gestolpert? Sollte man mal ausprobiert haben ;) Ein Sinnvoller Ansatz wäre Nachts die Ampeln abzuschalten! Spart Strom,Benzin und schont die Nerven der Autofahrer, die nicht Mutterseelenallein an einer Kreuzung rumstehen müssen!

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Rainer Wittmann schrieb am 02.12.2012 18:29

Ich bin schon mehrfach in der Dunkelheit von Goslar nach Hahnenklee gelaufen. Bis auf die letzten 500m, wo es relativ steil auf einem Weg mit vielen Stolpersteinen vom Granequellgebiet hoch geht, ist das eine völlig problemlose Sache. In der Stadt gibt es aber keine solchen Stolperwege.

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Sven Jensen schrieb am 02.12.2012 20:47

Na, das ist doch schön! Vllt ist aber nicht jeder mit solchen Fähigkeiten ausgestattet :P

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Christian Deike schrieb am 03.12.2012 10:57

Finde es allerdings auch verwunderlich! Ist in GS sooo wenig los, dass man sich leisten kann ab 00.00 bzw. 1.00 Uhr das Licht abzuschalten? In den Parkäusern werden extra Parkplätze für Frauen eingerichtet und in den dunklen Gassen kümmert dieses dann aber keinen mehr!? Ich denke, dass stellt schon eine gewisse Gefahr für die öffentliche Sicherheit dar, so dass m. E. zumindest jede 2. Leuchte angeschaltet bleiben sollte.

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Wolfgang Surkau schrieb am 03.12.2012 13:36

Herr Wittmann, Ihre Tiraden auf den öffentlichen Dienst sind schon bemerkenswert. Man hat Sie wohl im öffentlichen Dienst nicht gebrauchen können? Wenn Sie sich mal die Anzahl der im öffentlichen Dienst Beschäftigeten im Vergeleich zu den in anderen europäischen Ländern ansehen, werden Sie feststellen, dass Deutschland sehr weit unten angesiedelt ist. Aber, darum ging es in diesem Artikel gar nicht.

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barbara ehrt schrieb am 03.12.2012 17:50

Um diese Zeit (0.00 Uhr) arbeiten viele Frauen in der Spätschicht (Gastronomie, Krankenhäuser etc.). und nicht immer holt sie jemand ab. Ich hab schon Angst, wenn ich abends bei Laternenlicht von der Wachtelpforte in die Altstadt laufen muss, sämtliche Wege dorthin sind menschenleer und es hat dort schon Überfälle gegeben. Ohne eine Laterne - Herr Dr. Junk, bitte finanzieren uns Frauen und Mädchen dann mal Karate-Kurse! Warum denken die planenden und sparenden Männer nicht an so etwas? Warum wird wieder zum Nachteil der Frauen gespart?

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Rainer Wittmann schrieb am 03.12.2012 19:34

Lieber Herr Surkau, zum öffentlichen Dienst müssen sie natürlich auch Post, Bahn, Telekom und ähnliche "privatisierte" Betriebe rechnen, in Goslar z.B. das unsägliche Goslarer Gebäude Management. Wenn man diesen "versteckten" öffentlichen Dienst mit hinzurechnet, dann ist der öffentliche Dienst in Deutschland ziemlich gewaltig. Daß es in vielen Ländern, z.B. Griechenland, einen noch viel schlechteren öffentlichen Dienst gibt, kann nur ein schwacher Trost sein. In obigem Artikel geht es um Einsparungen und da kann kein Weg am öffentlichen Dienst vorbeiführen. Die Abschlaltung der Beleuchtung bringt nur wenig. Für mich hat diese mehr symbolischen Wert und als solche begrüße ich diese Maßnahme.

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Rainer Wittmann schrieb am 03.12.2012 20:02

Frau Ehrt, ihre Bedenken werden von den meisten Frauen und älteren Mitbürgern geteilt. Beleuchtung täuscht meiner Meinung nach nur falsche Sicherheit vor. Sie macht potentielle Opfer erst für deren Angreifer sichtbar und die schlagen natürlich nicht sofort zu, sondern warten auf eine gute Gelegenheit und so gut kann die Beleuchtung gar nicht sein, daß es solche Gelegenheiten nicht mehr gibt. Letztlich sollte man mal abwarten, ob es wirklich mehr nächtliche Gewalttaten gibt. Auf längere Sicht würden Sensoren, die bei Bewegung die Beleuchtung einschalten, kaum Mehrkosten verursachen und man könnte dann sogar die ganze Nacht das Licht nur bei Bedarf einschalten. Auch die Schaufenster der Geschäfte könnte diese Bewegungsmelder dann zum Energie sparen nutzen.

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Daniel Witt schrieb am 04.12.2012 20:47

Als jemand der öfters erst arbeitsbedingt nach 24Uhr nachhause kommt und auch vor 5Uhr teilweise wieder raus muss, finde ich es sehr schade, dass ich künftig im dunkeln laufen muss. Vorallem in der Altstadt ist dies echt nicht so angenehm. Da man nicht vor der Haustür parken kann, muss man meist noch mehrere meter laufen. Das ist für den ein oder anderen bei Tageslicht schon nicht so einfach. Davon ab, dass kaum ein Haus eine Eingangsbeleuchtung hat, was das alleine das reinkommen ins Haus nicht einfacher und sicherer macht. Strom sparen ist ja eine tolle Sache. Aber warum macht man es nicht wie andere Städte, wo die Straßenbeleuchtung per Anruf oder SMS angeht? An den Herrn Wittmann, haben Sie schonmal nachgesehen was so ein "normaler" Angestellter im öffentlichen Dienst verdient? In der freien Marktwirtschaft verdient man in vielen bereichen mehr Geld.

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Nils Linneweber schrieb am 05.12.2012 17:24

Moin, das Bürgerinfosystem ist eine tolle Sache. Unter http://www.goslar.sitzung-online.de/bi/vo020.asp?VOLFDNR=946&options=4 kann man die Vorlage zur Nachtabschaltung mit einigen Nebeninformationen lesen. Falls das mit dem Link nicht klappt: www.goslar.de > Stadt&Bürger > Rat&Politik > Bürgerinfosystem > Vorlage 2012/356 Leider sind gerade in der Altstadt die Laternen nicht so verdrahtet, daß man jede zweite schalten kann. Es gibt praktisch keine Negativerfahrungen an anderer Stelle, zudem wird parallel auf neue Beleuchtung (LED) gesetzt, um zukünftig nicht im Dunkeln zu stehen... (Vorlage 2012/357)

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Ralf Spirka schrieb am 06.12.2012 20:29

Wenn Beleuchtung schon falsche Sicherheit vortäuschen und daraus potentielle Opfer entstehen sollen, wie soll es erst bei gänzlicher Dunkelheit aussehen? Es muss doch nicht erst was passieren, damit man wieder vernünftig entscheidet?

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