Goslar

Kompromiss für den Bocksberg-Gipfel

25.11.2012
Von Frank Heine

Kompromiss für den Bocksberg-Gipfel

Wegen der Seilbahn-Wartung haben auch Bocksberghütte und Sommerrodelbahn derzeit Pause. Nach dem Kompromiss dürften aber neue Bauvorhaben im neuen Jahr wahrscheinlich sein. Archivfoto: Kusian-Müller

HAHNENKLEE. Auch wenn wegen der jährlichen Wartungsarbeiten Seilbahn, Sommerrodelbahn und Bocksberghütte derzeit bis einschließlich 20. Dezember pausieren und Ruhe am Hahnenkleer Hausberg herrscht, gibt es neue Nachrichten, über die sich vor allem die Tourismus-Betriebe im Kurort freuen dürften.

Die Investoren des millionenschweren Erlebnisberg-Projektes und die Arbeitsgemeinschaft der Goslarer Umweltverbände haben sich über ein weiteres Vorgehen geeinigt.

Wermutstropfen aus Investoren-Sicht: Mit dem Start des Transporters Wieli, der möglichst viele Gäste bequem auf den Gipfel bringen soll, rechnet Chefin Pamela Groll wohl erst zur nächsten Wintersaison. Zum Start des Bocksbergbobs Anfang Juli hatte ihr Vater Josef Wiegand den 1. Dezember 2012 als Starttermin für den Wieli angepeilt.

Allerdings überwiegt gegenwärtig deutlich die Zufriedenheit über einen Kompromiss, den beide Seiten laut einer gemeinsamen Erklärung in den vergangenen Wochen in „mehreren, sehr konstruktiven Gesprächen“ erreicht haben. Groll und der Goslarer Heiko Rataj hatten für die Investoren am Verhandlungstisch Platz genommen. Ihnen gegenüber saßen Knut Haverkamp und Dr. Friedhart Knolle für die BUND-Kreisgruppe Goslar, Mathias Kumitz für die NABU-Kreisgruppe Goslar, Heinz Severitt für die Bürgerinitiative Goslar im Landesverband Bürgerinitiativen Umweltschutz und Manfred Finger für die Naturfreunde Niedersachsen.

Inhaltlich einigten sich beide Seiten unter anderem auf folgende Punkte:

Der Baumbestand im kleinen Kurpark bleibt grundsätzlich erhalten. Notwendige Baumfällungen werden ortsnah ausgeglichen.

Das Speicherbecken auf dem Gipfel wird nicht gebaut. Stattdessen soll es laut Groll eine Container-Lösung für das Wasser geben.

Die Beleuchtung der Rodelbahn wird auf eine Lichtstärke von fünf Lux begrenzt und mit moderner, umweltfreundlicher LED-Technik ausgeführt. Eine Beleuchtung findet maximal bis 22 Uhr statt.

Beim Bau des Bandförderers („Zauberteppich“) auf der Kuppe bleibt das unmittelbar benachbarte Borstgrasrasen-Biotop erhalten.

Gedruckte GZ: Welche Punkte außerdem verhandelt wurden und wie es nun weitergeht, lesen Sie in der Montag-Ausgabe.

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