
Nachrichten aus dem Harz
Goslarsche Zeitung | Harzburger Zeitung | Harzer Tageblatt
Öffentliche Anzeigen für den Harz



- Über uns |
- Kontakt |
- Mediadaten |
- Sitemap |
- Login |
- Newsletter
Goslar
Rammelsberg träumt von einer sich selbst aktualisierenden Ausstellung
Archäologe Dr. Lothar Klappauf präsentiert das gefundene Bruchstück einer jahrhundertealten Öllampe. Foto: Schenk
GOSLAR. Die Ziele hat Andrea Riedel schon einmal klar abgesteckt: „Kurzfristig Führungen, mittelfristig eine Zuwegung und langfristig ein Betrieb der Schiefermühle.“
Die Rammelsberg-Chefin will das Grabungsfeld am früheren Tagebau, quasi der Geburtsstätte des gesamten Goslarer Bergbaus, direkt ans Welterbe-Museum anschließen und für Besucher erreich- und erlebbar machen. „Wer hat das sonst auch schon?“, fragt Archäologe Dr. Lothar Klappauf, „um seine Funde einem Publikum präsentieren zu können, müssen andernorts erst Museen gebaut werden.“
Das Rammelsberger Bergwerkmuseum steht direkt nebenan und will von den bereits gefundenen und noch erwarteten Stücken profitieren. Fragmente einer Öllampe aus dem 13./14. Jahrhundert, dem ältesten bisher entdeckten Geleucht am Rammelsberg, zwei Klopfsteine aus dem 12. Jahrhundert, Seil- und Lederreste haben Klappauf und sein Team bislang aus der Erde geborgen. Bereits früher wurden ein ins Jahr 1024 datierter Schuh (1999), ein Hohlweg (2003) und eine weitere Öllampe (2008) gehoben.
Alles Stücke, die sich Riedel, Klappauf und auch Goslars Oberbürgermeister Henning Binnewies sehr gut in einer dauerhaften Sonderausstellung vorstellen könnten, die sich je nach Entdeckungen selbst aktualisiert. Auf einem Hektar Fläche den kompletten Bergbau von Beginn an bis zum Ende 1988 zeigen – diese europaweit einmalige Konstellation wünscht sich Binnewies.
Zumindest das älteste Stück, der fast 1000 Jahre alte Schuh, sonst dauerhaft im Kloster Walkenried gezeigt und derzeit nach Bochum ausgeliehen, soll probeweise schon einmal im zweiten Halbjahr 2011 an seinem Fundort präsentiert werden.
Gedruckte GZ: Warum die Fortsetzung der Grabungen dennoch nicht gesichert ist, lesen Sie in der Donnerstag-Ausgabe.
Weitere Artikel aus dieser Rubrik
- Glas trifft Türsteher: „Ich sah aus wie ein Zombie“
- Bücherei der Grundschule Hahndorf wieder eröffnet
- Prüssner tritt nicht mehr an
- Wohnstift Wachtelpforte: Strafanzeige gegen Volksbank-Chefs
- Penny-Markt wird nicht geschlossen
- Rohrbruch: Haus ist unbewohnbar
- 88-jährige Frau auf offener Straße beraubt
- Uli Stein fotografiert sein Goslar
- Leerstand am Rand der Toplage
- Kämmerer-Posten: Ostfriesin contra Rheinländer
Nachrichten aus der Region
Meist gelesen











