Goslar

Bauminister Ramsauer eröffnet Kongress und übergibt Millionen-Scheck

02.09.2010
Von Frank Heine

Bauminister Ramsauer eröffnet Kongress und übergibt Millionen-Scheck

GOSLAR. Den Scheck, auch wenn er nur symbolischer Natur war, unterzeichnete er kurzerhand auf dem Altar in der Kapelle des historischen Huldigungssaales im Rathaus und übergab ihn anschließend an Goslars Oberbürgermeister Henning Binnewies.

Bundesbauminister Dr. Peter Ramsauer („Wenn das der Schäuble sehen könnte“) strahlte am Donnerstag beim Fototermin an einer Stätte, die sonst nicht öffentlich zugänglich ist und die zuletzt während des Weihnachtsmarktes im Dezember 2009 von Altkanzler Gerd Schröder betreten wurde.

Wer 2,8 Millionen Euro im Gepäck hat, darf sich freuen, auch wenn das Geld aus dem Bundesförderprogramm für Unesco-Welterbestätten aus Berlin wie berichtet erst bis 2014 in Goslar in voller Höhe ankommt. Der Besuch im Huldigungssaal samt vorausgegangenem Altstadt-Bummel war für Ramsauer eine Art Kontrastprogramm zur Eröffnung des Kongresses Städtebaulicher Denkmalschutz.

Dort hatte der 56-jährige Oberbayer vor rund 300 Zuhörern und den Kameras von NDR und Sat1 voraussichtlich drastische Einschnitte bei der Städtebauförderung verkünden müssen. Das Programm sei aber „kein Auslaufmodell“ und die „Kürzung der Mittel kein Ausstieg auf Raten“, beruhigte er beinahe im selben Atemzug.

Zuvor hatte Ramsauer den Kommunen empfohlen, in ihren Zentren „Räume zu schaffen, in denen man lebt und sich nicht nur aufhält“. Denn Fördergeld „fließt nicht in die Musealisierung unserer Städte“.

Eine These, der Hausherr Binnewies nur zustimmen konnte: „Die Goslarer Altstadt ist der einzige Stadtteil mit Bevölkerungszuwachs.“

Staatssekretär Heiner Pott aus dem niedersächsischen Sozialministerium, der seine Chefin Aygül Özkan vertrat, warb für einen „Denkmalschutz mit Augenmaß“, der nicht „von oben verordnet, sondern partnerschaftlich berät“.

Noch bis Freitagnachmittag tagen die Kongressteilnehmer im Hotel „Der Achtermann“. Themen sind unter anderem Klimaschutz und Leerstand in Altstädten.

Gedruckte GZ: Mit welcher Kürzung die Kommunen bei der Städtebauförderung rechnen müssen, lesen Sie in der Freitag-Ausgabe.

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Kommentare

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Observer schrieb am 03.09.2010 07:27

Wenn Fremde unsere Stadt schön finden, dann muss da wohl Wahres dran sein. Aber wer mit offenen Augen durch die Straßen geht, der sieht schon den Beginn der Slumbildung. In der oberen Bäckerstraße gibt es nicht ein einziges Haus, dass nicht mit Graffittis "verziert" ist. Die vor wenigen Jahren neu gestaltete Breite Straße sieht an einigen Stellen aus, als wäre sie schon 30 Jahre alt. Es hilft nicht, mit fremden Geld alles neu herzurichten, sondern man muss es auch erhalten. Es gibt bei der Stadt sogar eine Verordnung zur Sicherheit und Sauberkeit in der Stadt. Aber wer, bitte schön kontrolliert die Einhaltung??? Seit drei Jahren bin ich Besitzer eines Hundes und halte mich daran, die Hinterlassenschaften meines Hundes zu entfernen. Damit gehöre ich wohl aber zur Minderheit, wie die vielen Haufen bezeugen können. Aber kontrolliert wurde ich noch nie! Kleiner Tipp: Vertrauen ist gut, Kontrolle ist viel, viel besser!!!

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Hip schrieb am 04.09.2010 08:13

*Achtung Satire* Das ist ja Dorotheeeee Prüssner - die gibts ja wirklich. Ist schon ein schlimmes Los, wenn frau "nur so" nominiert wird und dann auch noch in den Landtag gewählt wird - da bleibt dann einfach keine Zeit für wichtige Dinge.

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MS schrieb am 05.09.2010 21:16

Wer passt eigentlich darauf auf , das der Scheck dorthin kommt , für den er gedacht ist ? :-)

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