Goslar

Schüler machen sich für Maxi stark

02.09.2010

Schüler machen sich für Maxi stark

Die Blutabnahme ist nötig, um in der Spenderdatei erfasst zu werden. Das Prozedere dauert nicht lange – es sei denn, man hat Rollvenen Foto: Epping.

GOSLAR. 318 Menschen haben sich bei der Typisierungsaktion am 2. September in der Berufsbildenden Schule Baßgeige (BBS) Blut abzapfen lassen. Ein voller Erfolg, findet das Organisatorenteam.

Schon bis zum Mittag hatten etwa 200 der insgesamt gut 500 volljährigen BBS-Schüler den Weg zu den ehrenamtlichen medizinischen Helfern vor Ort gefunden. „Das könnte ja später auch mein Kind treffen“, erklärte der angehende Konstruktionsmechaniker Ömer Altin (21) seine Motivation, dem an Leukämie erkrankten Baby Maxi zu helfen. Und auch Jennifer Kuß (20) und Julia Giese (21) zögerten nicht lange, als sie von der Hilfsaktion in ihrer Schule hörten.

„Ich kann zwar eigentlich kein Blut sehen, aber für Maxi mache ich das. Wie seine Familie komme ich schließlich auch aus Salzgitter“, meinte Giese. Ihre Mitschülerin musste sich wegen ihrer Rollvenen sogar mehrfach stechen lassen. „Das verdient meine Hochachtung“, sagte Dr. Hans-Friedrich Bähr.

Der ehemalige Internist und Betriebsarzt war durch die Goslarsche Zeitung auf die Typisierungsaktion aufmerksam geworden. „Ich hatte nach dem Zeitungsartikel 16 Anrufe von medizinischen Helfern, die sich beteiligen wollten“, meinte Ullrich Krusche. Der ehemalige BBS-Studiendirektor koordinierte die Aktion, die unter der Schirmherrschaft von dem SPD-Bundestagsabgeordneten Sigmar Gabriel und Landrat Stephan Manke stand. „Das war schon aufregend“, sagte der Pädagoge, der anfangs mit höchstens 300 Typisierungswilligen gerechnet hatte.

Eine weitere Typisierungsaktion für Maxi und andere schwer kranke Menschen findet am 18. und 19. September im Rahmen des Hoffestes des Klosters Wöltingerode statt.

Gedruckte GZ: Wer bei der Typisierungsaktion für eine wenig Glamour sorgte, lesen Sie in der Freitag-Ausgabe.

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