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Goslar
Erste Ausschreibung ohne Erfolg: Kein Bewerber für CvD-Direktoren-Posten
GOSLAR. Die erste Runde blieb ohne jede Resonanz: Auf die Ausschreibung der Direktoren-Stelle am Christian-von-Dohm-Gymnasium ist zum Ablauf der Frist keine Bewerbung eingegangen.
Amtsinhaber Dieter Renner verabschiedet sich im Sommer 2011 in die inaktive Phase seiner Altersteilzeit. Ein Schritt, der seit 2008 geplant und mit dem Dezernenten lange abgesprochen sei, wie der 60-jährige Hahndorfer schon früher betonte.
Renner leitet das CvD-Gymnasium seit Februar 2002. „Eine sehr gut funktionierende Schule mit einem ganz hervorragenden, hoch engagierten Kollegium und noch dazu in einer wunderschönen Stadt“, rührt Renner noch einmal die Werbetrommel für das mehr als 1.000 Schüler und 80 Lehrer zählende Gymnasium, sieht die Gründe für das Null-Interesse aber ohnehin im Grundsätzlichen angesiedelt.
Immer mehr Aufgaben
Durch die Eigenverantwortlichkeit der Schulen kämen heutzutage, argumentiert Renner, immer umfassendere und immer schwierigere Aufgaben auf einen Schulleiter zu, die so gut wie nichts mehr mit der ursprünglichen Lehrerausbildung zu tun hätten.
Budget- und Personalverantwortung zählten ebenso dazu wie das Qualitätsmanagement. Und rechtliche Tücken lauern überall. Erst am Mittwoch hatte die GZ über eine drohende Regresspflicht für Schulleiter beim Einstellen von Ganztagsschulpersonal berichtet: Die gängige Praxis, Honorar-Verträge abzuschließen, hat offenbar juristische Sprengkraft.
„Es scheint ein generelles Problem zu sein“, sagt Renner – und selbst an Gymnasien nicht mehr singulär. Weil sich nicht genügend Bewerber gefunden hätten, sei erst vor wenigen Jahren die Regel gekippt worden, dass der Vize nicht im eigenen Haus neuer Chef werden könne. Renner nennt Clausthal-Zellerfeld und Seesen als Beispiele aus direkter Nachbarschaft.
Gedruckte GZ: Was Kultusministerium und Rathaus sagen und wann am Ratsgymnasium ein Wechsel zu erwarten ist, lesen Sie in der Donnerstag-Ausgabe.
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