Goslar

Mit I.G.O.R. endet nach zehn Jahren die ChorWerkstatt

31.08.2010
Von Sabine Kempfer

Mit I.G.O.R. endet nach zehn Jahren die ChorWerkstatt

GOSLAR. Vor 10 Jahren hat Wolfgang Knuth das Projekt „ChorWerkstatt Goslar“ gegründet, seitdem eine ganze Reihe hochkarätiger Konzerte mit den Sängerinnen und Sängern aus Goslar und der ganzen Region veranstaltet und damit in der Chorszene Akzente gesetzt.

Bedeutende Werke der Chorliteratur, unter anderem von Arnold Schönberg, Benjamin Britten, John Cage und Thomas Tallis waren in der Neuwerkkirche oder in St. Stephani zu hören – zum Teil Goslarer Erstaufführungen. Trotz der Modernität der Werke waren die Konzerte stets ausverkauft.

Mit I.G.O.R. hört Wolfgang Knuth auf. „Zehn Jahre ChorWerkstatt sind genug“, so der Komponist – „ich habe noch so viele Ideen für andere Projekte.“ Außerdem wolle er sich in Zukunft wieder mehr dem Komponieren widmen. Seine neueste Komposition, ein etwa zwanzigminütiges Werk für sechs Schlagzeuger mit dem Titel „Rhythmen“, wird im ersten Teil des I.G.O.R.-Abends zu hören sein. Knuth will allerdings nicht nur am heimischen Komponiertisch bleiben, es zieht ihn in die Ferne: Ein Studienaufenthalt in Ghana zum Thema „Afrikanische Musik“ steht auf dem Wunschzettel.

Die Konzerte im Rahmen des „I.G.O.R.“-Projektes sind die letzte Gelegenheit, die ChorWerkstatt Goslar zu erleben, und ein Erlebnis wird es: Bereits die ersten Proben in der St.-Stephani-Kirche verursachten dauerhafte Gänsehaut. Die Sänger haben die Herausforderungen der russischen Sprache, die laut Knuth „wahnsinnig schnell und konsonantenreich“ sei, mit Bravour bewältigt. Donnerstag um 19 Uhr wird Premiere gefeiert.

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