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Goslar
Oberbürgermeister-Abwahl: Entwurf zu Bürgerbefragung
GOSLAR. Nachdem sich die SPD-Mitgliederversammlung am 12. August einhellig hinter Oberbürgermeister Henning Binnewies und gegen ein von fünf Ratsfraktionen gefordertes Abwahlverfahren gestellt hatte, regierte zunächst nur die Bürgerliste mit dem Vorwurf der „Blockade-Politik“. Jetzt ist bei den anderen die Funkstille überwunden.
Nach Mitteilung von CDU-Fraktionschef Dr. Frank Schober, der seine Kritik erneuert, dass die SPD „das Volk nicht ernst nimmt und das Votum des Bürgers fürchtet“, ist mittlerweile ein Entwurf unterwegs, mit dem CDU, FDP, Linke, Grüne und Bürgerliste eine Bürgerbefragung erreichen wollen. Um dieses Instrument hatte es zunächst Verwirrung gegeben, weil ein Initiativrecht der Bürgerschaft für eine Abwahl des Hauptverwaltungsbeamten nur in Brandenburg, Sachsen und Schleswig-Holstein vorgesehen ist.
Schober räumt denn auch ein: „Das Ergebnis einer solchen Befragung hätte bei uns keine rechtliche Verbindlichkeit, sondern nur politische Signalwirkung.“ Da der OB in einem direkten Verfahren von den Bürgern gewählt worden sei, sei auch eine Abwahl nur auf diesem Wege möglich, aber der Rat müsse dieses Verfahren mit einer Drei-Viertel-Mehrheit einleiten, die ohne SPD-Stimmen nicht möglich ist.
Jetzt will man eine Satzung für eine Bürgerbefragung gemäß Paragraf 22 d NGO beschließen und (nach ersten Planungen am 6. Februar 2011) fragen: „Soll der Rat der Stadt Goslar gegen den Oberbürgermeister Henning Binnewies ein Abwahlverfahren einleiten?“
Die Unzulänglichkeiten in dessen Amtsführung – Missachtung von Ratsbeschlüssen oder keine Bearbeitung von diesen, Umgang mit Finanzen, Verhalten gegen Bürger und die Verwaltung – seien trotz gegenteiliger Ankündigung nämlich nicht abgestellt worden.
„Was sollen wir denn sonst machen?“, fragt desillusioniert FDP-Fraktionschef Christian Rehse. Immerhin sei eine Bürgerbefragung ein „belebendes Element der Kommunalverfassung“ und biete die Möglichkeit zu einer repräsentativen Aussage. Zumal das Vertrauensverhältnis von Oberbürgermeister zu Rat und Verwaltung nach wie gestört sei – „entgegen den Heile-Welt-Aussagen der SPD, dass man den besten OB von Niedersachsen habe...“ Rehse favorisiert für die Befragung ein Postkarten-Verfahren ohne großen Aufwand.
Skeptisch zeigt sich Linken-Chef Rüdiger Wohltmann. Angesichts niedriger Beteiligung bei Kommunalwahlen könne eine Bürgerbefragung kontraproduktiv sein. In der Sache sieht sich Wohltmann darin bestätigt, dass die SPD das Thema aussitzen wolle und auf das Kurzzeitgedächtnis der Wähler setze.
Der Grüne Jochen Baldauf schließlich will dem Ergebnis einer Bürgerbefragung dann Bedeutung beimessen, wenn es eindeutig sei. Ansonsten finde er es „in Ordnung“, wenn die SPD sich jetzt einheitlich hinter den OB stelle.
Kommentare
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Man muß sich schon die Augen reiben, was in Goslar alles möglich ist. Findet sich denn keiner, der diesem Blender seine Grenzen aufzeigt?
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Laut SPD der beste OB Niedersachsens. Ich habe natürlich jederzeit Verständnis für einen guten Witz ,aber diese Aussage entbehrt jeder Realität. Hätte dieser Sprücheklopfer mit Schauspielausbildung nur einen Funken Anstand ,wäre er längst zurückgetreten. Derjenige ,der Ihn angeschleppt hat ist wohl ein guter Lehrmeister.
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Da hat Manfred Mund mal Recht muss ich zugeben. Dem CDU-Blender und gleichgesinnten muß Einhalt geboten werden!
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@ gose wo haste denn diese info her???
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Hallo vollekanne , wurde mir zugetragen. Von wem ,will ich hier nicht sagen. Gruß Gose
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so er soll also der beste sein?nun unter den blinden ist auch der einäugige der beste,und unter den schlechtesten OB ist auch wieder einer der Beste.... aber so eine Bürgerbefragung wäre doch mal ein Anfang den mündigen Bürger ernst zu nehmen. Herr Wohltmann hat leider recht das viele Wähler ei Kurzzeitgedächnis haben.
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so er soll also der beste sein?nun unter den blinden ist auch der einäugige der beste,und unter den schlechtesten OB ist auch wieder einer der Beste.... aber so eine Bürgerbefragung wäre doch mal ein Anfang den mündigen Bürger ernst zu nehmen. Herr Wohltmann hat leider recht das viele Wähler ei Kurzzeitgedächnis haben.
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Das sich SPD-Mitglieder hinter ihren Parteigenossen stellen mag ich ja zum Teil noch verstehen. Das sich aber SPD-Mitglieder auf "Weisung" ihres Obergenossen Gabriel geschlossen hinter den OB stellen, ist für die Partei ein trauriges Bild. Sind diese Mitglieder auch nur "Stimmvieh"?
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Ich bin ja mittlerweile der Meinung, man solle ihn befördern! Nein, nicht nach draußen, das wird man sowieso nicht schaffen. Irgendwie die Karriereleiter hoch schmeißen, in irgendeine Position, wo er keinen Schaden mehr anrichten kann. Oder zumindest für Goslar nicht. - Hat denn der Gabriel keinen Job mehr in seiner Parteizentrale frei, wo man nutzlose, äh... ich meine "Fachkräfte der ergebnisbefreiten Bemühung" irgendwie entsorgen oder zumindest zwischenparken kann? - Wäre Binnewies noch ein klein wenig jünger... einfach bei IKEA im Kinderparadies abgeben und vergessen dort wieder abzuholen. Aber den nehmen die da doch niemals mehr an. Käse!
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@ SPD: Passt up, konstruktiver Vorschlag: Alle Goslarer wählen bei den nächsten Landtagswahl geschlossen die SPD, wenn ihr uns versprecht Binnewies einen Ministerposten zu geben (nur bitte nichts im Bereich Finanzen!), und wir ihn dann los sind. - Wär' das nicht ein Deal? - Und natürlich auch eine ziemliche Prüfung für sämtliche andere Fraktionen in Goslar, was sie lieber haben möchten: Die SPD im Land an der Macht, oder einen Binnewies weiter vor der Nase. - Tja, manchmal legt einem das Leben echte Prüfungen auf...
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@ gose ist doch okay man kann ja nicht alles breittreten... das ist doch genauso wie herr gabriel gestern in den nachrichten gesagt hat das er familienentren aufbauen und fördern will ind hier gibt es eins im aufbau aber die politik macht so als ob es das nicht gibt
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Hat den Keiner vor der Wahl gewußt, was das für ein unfähiger SPD-Mann dieser B ist????????????????????ß Hinterher klagen, besser wäre es, vorher informieren und dann wählen. Vielleicht klappt es ja bei der nächsten Wahl besser.
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Wenn ich zurück blicke war ich 2006 noch der Meinung, Binnewies sei eine gebündelte Ladung Kompetenz, Fachmann für Wirtschafts- und Landesentwicklung aus der Staatskanzlei Hannover, der dazu noch 10 Jahre Erfahrung als Fachbereichsleiter im Landkreis Goslar aufwiesen kann; also Land, Leute, die Region und auch unsere Probleme kennt. Sei Gegenkandidat... ein Garten- und Landschaftsgärtner... wem sollte man da mehr Kompetenz zutrauen? - So im nachhinein... naja... vielleicht wäre es mit dem Kalbe ja noch schlimmer gekommen... Wir wissen's nicht, und werden es wohl auch nie erfahren.
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Ein Nichtskönner (was Entscheidendes für GS hat er auf den Weg gebracht?), nur ein Blender, der schon längst abgestürzt wäre, wenn er sich nicht der Unterstützung seiner Partei sicher wäre. Weiter so, Goslar.
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Schade das sich hier wieder die ganze Diskussion um die Fähigkeiten des OB drehen anstatt um den Artikel an sich! Um die Frage des Herrn Rehse aus dem Artikel ("Was sollen wir denn sonst machen?") zu beantworten: Interessante Politik, Wahlkampf wie es sich gehört; und keine Schlammschlacht hervorrufen wie es momentan der Fall ist um dann hoffentlich nach den nächsten Wahlen ein Stück mehr von der "Macht" zu haben! Wer Ideen- und Chancenlos ist sucht etwas um seinen Gegner schlecht zu machen, und genau nach so etwas sieht es hier aus!
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