Goslar

Deutsche Stiftung Denkmalschutz: Stadt hat noch keine Förderanträge fürs Odeon gestellt

29.08.2010
Von Sabine Kempfer

Deutsche Stiftung Denkmalschutz: Stadt hat noch keine Förderanträge fürs Odeon gestellt

GOSLAR. Im Kampf um den Erhalt des Odeon-Theaters heißt es weiter warten. Kann, wie von Goslars CDU-Chef Carlos Mateo ins Spiel gebracht, die Deutsche Stiftung Denkmalschutz der Retter in der Not sein? Erste Signale lassen hoffen. Beantragt wurde die Hilfe allerdings noch nicht; die Antragsfrist für 2011 endet am Dienstag.

Die private Stiftung mit Sitz in Bonn, „größte Bürgerinitiative für Denkmalpflege in Deutschland“, hat es sich zur Aufgabe gemacht, bedrohte Baudenkmale zu retten. Die Stiftung tritt dort ein, wo staatliche Mittel nicht oder nicht ausreichend zur Verfügung stehen. Der erste Blick auf die Homepage lässt vermuten, dass vor allem Klöster, Kirchen und Schlösser die Begünstigten sind. In Goslar war die Stiftung bereits am Rathaus und am Rammelsberg segensreich tätig.

Eine Anfrage in Bonn ergibt, dass auch Theater gefördert werden: 16 Häuser stehen hier auf der Liste der Förderobjekte. In den Genuss der Finanzspritzen kam in Niedersachsen bereits das Lessing-Theater in Wolfenbüttel. In anderen Bundesländern wurden unter anderem das Thalia Theater (Hamburg), das Theater Lübeck, das Schlosstheater Ballenstedt, das Stadttheater in Görlitz sowie das Central-Theater in Esslingen gefördert.

Ein Theaterbau sei (unabhängig davon, ob darin die CDU gegründet wurde oder nicht) grundsätzlich förderfähig, wenn es vom Landesdenkmalamt als besonders förderungswürdig eingeschätzt werde, so die Pressestelle. Es müssten entsprechende Anträge gestellt werden, über die dann eine wissenschaftliche Kommission entscheide.

Anträge für eine Förderung der Sanierung des Goslarer Odeon-Theaters müssten nach Auskunft der Projektabteilung für das Jahr 2011 bis Ende August 2010 gestellt werden. Für Goslar kommt das wohl nicht mehr infrage; auch bei anderen Stiftungen wurde nicht angefragt. „Entsprechende Förderanträge werden gestellt, wenn ein Konzept und eine Kostenschätzung vorliegen“, heißt es dazu aus der Verwaltung. Das Warten geht weiter.

drucken versenden Leserbrief schreiben
 

Kommentare

Die Kommentare geben nicht die Meinung der Zeitung wieder. Sie sind Einzelmeinungen der Leser, keine repräsentative Auswahl.


vollekanne schrieb am 30.08.2010 08:39

das warten geht weiter bis das theater nicht mehr zu retten ist und abgerissen werden darf/muss/kann!!!! hauptsache es hält bis frau bundeskanzlerin da war danach kann es ja abgerissen werden oder frau merkel drückt den roten knopf und dann explodiert es... ich glaube nicht das das theater zu retten ist...

Diesen Kommentar der Redaktion melden

YetiF schrieb am 30.08.2010 10:12

Ach, ich kann mir das schon sehr gut vorstellen, wie unsere "Angie" in 10 Jahren den Trümmern des Odeons steht, dann den 70. Geburstag ihrer Partei feiern will, und aus dabei vollem Herzen ein "Auferstanden aus Ruinen" anstimmt...

Diesen Kommentar der Redaktion melden

Goseteufel schrieb am 31.08.2010 10:08

War nicht neulich die Rede von einer Gedenkstätte? Dann können die Schwarzen die Sanierung doch aus der Parteikasse zahlen. Ansonsten abreißen und besser Halle 54 auf dem Fliegerhorst zu einer ordentlichen Veranstaltungshalle ausbauen. So bekommt man auch Veranstaltungen nach Goslar, die eben nicht in diese viel zu kleine Bruchbude am Bahnhof gehen.

Diesen Kommentar der Redaktion melden

Wolle42 schrieb am 31.08.2010 13:25

@Goseteufel: Man sollte doch auch in diesem Forum sachlich bleiben. Goslar braucht dieses Theater und das auch in der Stadt. Die Verwaltung hat in der Vergangenheit leider versäumt, wie bei anderen städtischen Liegenschaften auch, dieses Theater regelmäßig zu unterhalten.

Diesen Kommentar der Redaktion melden

vollekanne schrieb am 31.08.2010 13:43

@ wolle42 nicht aufregen der heisst nicht umsonst teufel

Diesen Kommentar der Redaktion melden

YetiF schrieb am 31.08.2010 13:51

@ Wolle42: Ich finde an der Äußerung vom Goseteufel nichts Unsachliches. Natürlich muss es erlaubt sein darüber laut nachzudenken, ob wir dieses Theater an dieser Stelle wirklich brauchen, oder ob sich nicht bessere Lösungen finden ließen. Natürlich wäre es schön, wenn es in der bisherigen Form Goslar erhalten bliebe, finanziell wird es so aber immer ein Sorgenkind bleiben.

Diesen Kommentar der Redaktion melden