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Goslar
Mängel in der neuen Pflasterung: In der „Fische“ wird nachgebessert
Die anhaltende Kritik an der Pflasterung in der Fischemäkerstraße zeigt Wirkung: Die zu breiten, in einigen Fällen auch zu schmalen Fugen werden den Vorgaben angepasst, Stolperfallen beseitigt. Foto: Schenk
GOSLAR. Die heftig kritisierten zu breiten oder zu schmalen Fugen der Pflasterung in der Fischemäkerstraße sollen korrigiert werden. Unabhängig davon entspricht das Bauwerk nach Aussage des mit der Bauüberwachung beauftragten Ingenieurbüros Dommnich den Vorgaben.
In seiner öffentlichen Sitzung am Donnerstag beschäftigte sich der Bauausschuss auf Initiative der CDU mit dem Thema, „das unter den Nägeln brennt“, wie es Uwe Schwenke de Wall formulierte. Hier gehe es nicht um Geschmacksfragen, betonte er, sondern darum, ob Vorgaben korrekt umgesetzt würden. Stolperfallen, unterschiedlich breite Fugen und mögliche Frostschäden, all das sorgt für Gesprächsstoff.
So soll, lautet die Norm, die Fugenbreite zwischen fünf und maximal 15 Millimetern liegen, in der „Fische“ sind es aber durchaus 30 Millimeter oder die Fuge fehlt ganz, die Steine sind, so Schwenke de Wall, „auf knirsch verlegt“.
Problematisch, darauf wiesen die Leiterin des Fachbereichs Bauen, Marion Siegmeier, und Markus Schwarz vom Ingenieurbüro Dommnich hin, seien die vier unterschiedlichen Steinformate. Zudem müssten die Steine eigentlich bis zu zwölf Stunden im Sandbett ruhen, das sei aufgrund des Verkehrs in in der „Fische“ aber nicht möglich.
Die im Bauausschuss bemängelte zehn Millimeter hohe „Stolperkante“ entlang der mittig verlaufenden Gosse soll, sagte Schwarz zu, minimiert werden: „Die Steine setzen sich noch und nach Abschluss der Pflasterarbeiten wird alles noch einmal mit der Rüttelplatte behandelt.“
Und auch die nicht passenden Gullideckel werden noch ausgetauscht. Es handele sich um Provisorien, sagte Mathias Brandt vom Bauservice.
Gedruckte GZ: Wann die Mängel behoben werden sollen, lesen Sie in er Samstag-Ausgabe.
Kommentare
Die Kommentare geben nicht die Meinung der Zeitung wieder. Sie sind Einzelmeinungen der Leser, keine repräsentative Auswahl.
Die für zwölf Stunden ruhenden Steine sind gut erkennbar, doch wo ist deren Bett aus Sand? Inzwischen bin ich geneigt zu behaupten, daß die Steine das beste an der ganzen Sache sind. Bei dem Unterbau wünsche ich dem Rüttler viel Spaß und den Anliegern, daß die Scheiben heil bleiben.
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Ich habe mir das Desaster heute nochmal angeschaut. Das sieht so aus ,als hätten einige ungelernte Hilfskräfte sich ein paar Euro nebenbei verdient. Solch eine saumäßige Pflasterei habe ich noch nicht gesehen. Jede private Garageneinfahrt ist besser verlegt. Ganz zu schweigen von den China-Steinen ,die überhaupt nicht zu einer historischen Stadt passen. Wenn das der Anspruch einer führenden Fremdenverkehrsstadt sein soll ,können wir einpacken. Ein totales Armutszeugnis.
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Immerhin, die Verlegearbeit soll nachgebessert werden. Schade, dass es nicht von Anbeginn gleich richtig gemacht worden ist. Was nicht ist, kann ja aber noch werden. (Hoffentlich!)
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Wir haben doch in GS eine fachlich zuständige Landesbehörde, die sich dieser Sache mal annehmen könnte. Warum ist das bisher noch nicht geschehen. Wieder mal Zuständigkeiten?
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Jeder der Arbeiten an eine Firma vergibt überprüft diese,aber im Rat der Stadt Gosllar sxheint keiner zuständig zu sein,oder ist es denen egal,weil es nicht ihr Eigentum isf und vor allen nicht ihr Geld?Nun,wo das Kind schon fast in den Brunnen gefallen ist,wird doch mal über Nachbesseruhg nachgedacht,na lieber spät als zu spät,viell.ist noch was zu retten
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Es bleibt wirklich zu hoffen, dass sich diesmal wenigstens die Nachbesserungen im Rahmen halten. Die Innenstadt stirbt jeden Tag ein Stückchen mehr. Geschäftsleute könen ihre Läden teilweise gerade so tragen. Solch eine Dauerbaustelle schadet ihnen noch mehr. Warum kann man in dieser Stadt nicht ein mal vernünftig planen. Die Breite Strasse war zu seiner Zeit schon solch ein Disaster.
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Eine Fugenbreite von nur 5mm entspricht für Natursteine in dieser Steindicke nicht der Norm! Es müssen mind. 10mm sein, bis max. 15; Auffällig auch die Anzahl der schiefen Steine im "fertigen" Abschnitt, hier sieht es nach Verschiebungen beim Rütteln aus... und das bezeichnet das Ing.Büro als den Vorgaben entsprechend.
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was hänschen nicht lernt lernt hans nimmer mehr also kann es nicht besser werden denn da war ja von anfang an der wurm drin...
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Nur mal ne Frage an die ganzen Eingeweihten hier: welche der sechs verschiedenen Steinsorten kommen denn aus China und welche nicht?
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Hej ritter1590, weder habe ich die Frage verstanden, noch weiß ich die Antwort. Bin ja auch kein eingeweichter. Kontinentaldrift? Vulkanische Aktivitäten? Meteoriteneinschlag? Da kann ich nur rätseln, doch mit sechs Sorten Frischwurstaufschnitt komme ich zurecht;-)
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Hallo KUS! Also deine antwort ist irgendwie wirr. ICh dachte hier sind immer kluge Leute ;) die sowas mal genau beantworten können. Aber vielleicht fängt der KUS am montag mal damit an seine frischwurstscheiben zu verlegen in der Fussgängerzöne. aber auf die fugenbreite achen, sonst gibst Ärger!
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Das ist noch nicht das Ende der Fahnenstange . Ein Fahnenmast kann ja sehr hoch sein !!!
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Eine DIN-Fuge 10 mm +/- 5 mag ja fachlich ganz richtig sein. Jedoch setzt die Normfuge auch ein gewisses Maß an Pflege voraus. In der Praxis heißt das "Nachschlämmen". Ja nach Grad der Abnutzung vielleicht alle 2-3 Jahre. Mit Instandhaltungsmaßnahmen nimmt man es bei der Stadt Goslar aber bekanntlich nicht ganz so genau; ist ja auch nie Geld für da. Auch bei der Neupflasterung wird man in Rat und Verwaltung doch davon ausgehen "1x neu gelegt, 100 Jahre lang Ruhe" (was aber leider nicht stimmt). - Ich würde daher eindringlich zu einer Fugenbreite von 3-5 mm raten. Das ist zwar teurer (weil mehr Steine benötigt werden und aufwändiger zu legen (= teurer), aber eben auch viel pflegeleichter, weil sich die Fugen wesentlich langsamer auswaschen.
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Was mir an dieser Stelle ein paar Denkfalten auf meine Dichter-Stirn zaubert... auch die Bauüberwachung wurde EXTERN vergeben? - Hat unser Bauamt wirklich nicht die notwendige Fachkompetenz um selber über die ordnungsgemäße Ausführung der Arbeiten urteilen zu können, will man nur die Verantwortung nicht tragen oder sitzt das Geld diesbezüglich einfach nur zu locker? - Wenn ich vor meinem Haus den Weg neu pflastere urteilen die Fachleute von der Bauaufsicht doch auch über die Ausführung meiner Arbeiten, aber sowie die Stadt Goslar selber Bauträger ist geht das nicht mehr???
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Wenn dann die Bauüberwachung extern vergeben wurde, muss dieses Ingeneurbüro auch für die fehlerhafte Verlegearbeit haftbar sein. Oder soll die Nachbesserung auch aus Steuermitteln finanziert werden? In Goslar kann man das Wirken des Rates und der Verwaltung nicht mehr verstehen. Vielleicht zu viele Personen in beiden Einrichtungen.
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oh wie schön ist es nur das sich manche doch noch un die innenstadt kümmern! obwohl mir verrät gerade meine glaskugel das die hildesheimer straße im winter in der zeitung mit ihren vielen frostschäden drin steht!!!!
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Fugen waschen nicht aus, ausser durch eine Kehrsaugmaschine; Entgegen der landläufigen Meinung "verschwindet" das Fugenmaterial nämlich nach unten in den Bettungssplitt, sofern die Körnungen von Bettungs- und Fugenmaterial nicht aufeinander abgestimmt sind. Aber diese - unabdingbare - Prüfung haben die Fachleute doch sicherlich gemacht ;-)
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@ Wolle: Mit der Bauüberwachung beauftragte Ingenieure haften für gar nichts. Sie kontrollieren und weisen auf Mängel hin, die sie entdeckt haben. Natürgemäß können sie aber gar nicht alle Mängel entdecken. Haften für die ordnungsgemäße Ausführung der Arbeiten tut alleinig das ausführende Bauunternehmen. - Und wenn die Arbeiten nicht ordnungsgemäß waren, dann erfolgen diese Nachbesserungen auch kostenlos. Es sei denn, in der Leistungsbeschreibung des Bauunternehmens steht drin, dass -in dem konkreten Fall- z.B. bedingt durch die natürliche Form der verwendeten Steine - es dem Bauunternehmen obliegt nach eigenem Ermessen eine breitere ("angepasste") Fuge zu erstellen.
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Jeder Goslarer, der sich seine eigenen Meinung bilden will sollte aber wirklich einmal durch die neue "Fische" schländern, und sich anschließend die Demo-Pflasterung vor dem alten Standesamt anschauen. - Selten sieht man deutlicher, wie wir hier wirklich vom ausführenden Unternehmen verarscht werden sollen! - Der Unterschied ist genauso, wie bei Mc Donalds der BigMac auf dem Werbeplakat zu dem traurigen Brötchen im Pappkarton, dass einem über dem Tresen geschoben wird, wenn man auf die Werbung reingefallen ist.
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@YetiF - es ist völlig egal, wer für den Pfusch haftet. Wenn die Fische fertig gestellt ist und die Beanstandungen werden durch die Bauüberwachung festgestellt, wird sich mit Sicherheit nichts mehr tun. Sollte man versuchen, die Bauausführende Firma in Regress zu nehmen, wird sie, statt nachzubessern, das Insolvenzverfahren einleiten. Um dann den Murks wieder auszubessern, wird dann eine andere Firma beauftragt und es werden erneut Steuergelder "verbrannt". Ich frage mich nur, warum das Bauordnungsamt hier nicht einschreitet??? Bei so viel Murks hätte man die ausführende Firma längst davon jagen sollen. Wie kann es sein, das erst nach einem großen Teil der Pflasterung festgestellt wird, das die vorhandene Auskofferung nicht ausreichend ist. Ich hatte schon einen Kommentar über diese Misere geschrieben. Ein dort arbeitender Pflasterer sagte mir, das fast alle nur angelernte Pflasterer seien. Diese Aussage reicht mir um festzustellen, das hier Laien am Werk sind
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