Goslar

Feierprogramm: Beim Altstadtfest ist die Beständigkeit Trumpf

27.08.2010
Von Frank Heine

Feierprogramm: Beim Altstadtfest ist die Beständigkeit Trumpf

GOSLAR. Das Fischerdorf kommt wieder, sieht aber anders aus als vor zwei Jahren. Die Farbe Gelb spielt eine Rolle. Und Goslarer Sponsoren schießen erstmals einen vierstelligen Betrag zu, damit die Sause steigen kann: Die Rede ist vom Altstadtfest, das traditionell am zweiten September-Wochenende über die Bühne geht.

Wenn die Innenstadt-Party in zwei Wochen beginnt und vom 10. bis 12. September die Massen lockt, wird sich am Konzept im Vergleich zum Vorjahr nicht viel geändert haben. Warum auch?

Nicht abgespeckt

Nach einem zwar witterungsbegünstigten Altstadtfest 2009, das das Zentrum bisweilen aber an seine Kapazitätsgrenzen geführt hatte, war für Michael Bitter, Chef der ausrichtenden Goslar Marketing GmbH (GMG), ohnehin klar gewesen, dass es allenfalls eine „Optimierung“ geben sollte. Was für 2010 aber auch bedeutet: Es wird eben nicht abgespeckt, sondern noch ein bisschen obendrauf gepackt.

Auch wenn die Namen der Bands natürlich wechseln und in diesem Jahr „Free Steps Orchestra“, „King Kreole“, „Zack Zillis“, „Four Roses“, „RyffhuntR“ oder „Monsters of Liedermaching“ lauten, ist Beständigkeit Trumpf: Die Hauptbühne steht auf dem Marktplatz und verspricht „Feierlaune für jedermann“.

Über der Abzucht spielen Goslarer für Goslarer Musik, während auf dem Museumsufer Goslarer die Goslarer mit Goslarer Produkten verköstigen – Stichwort Gosezone.

Auf dem Jakobikirchhof ist zur Ü30-Party geladen. Die Junge Bühne wird erneut an der Hauptschule Kaiserpfalz aufgebaut und bietet lokalen wie überregionalen Akteuren Raum zur Verwirklichung.

„Goslarer Strausse“ nennt sich das Weindorf auf dem Schuhhof, das im Vorjahr dort seine Premiere feierte. Der Flohmarkt an der Kaiserpfalz hat sowieso seine feste Fangemeinde, läuft allerdings erstmals unter der Regie der Freiwilligenagentur – das Standgeld (drei Euro pro laufenden Meter) ist für einen guten Zweck, Kinder auf Decken verkaufen ohne Gebühr, Anmeldungen sind nicht nötig.

Fachwerk wird errichtet

An der Marktkirche gibt es ein Kinderprogramm. Die Vereinsmeile verläuft erneut auf dem Gemeindehof und wird durch diverse Aktionen aufgewertet – unter anderem wird ein Fachwerkhaus mit historischen Techniken errichtet. Am 12. September lockt der Tag des offenen Denkmals unter dem Motto „Kultur in Bewegung“ zu Besichtigungen, der verkaufsoffene Sonntag mit Bummeln und Kaufen.

So weit alles wie gehabt – und auch das Goslarer Entenrennen auf der Abzucht, zu dem der Kinderschutzbund für den 11. September einlädt, ist alle zwei Jahre im Programm. Neu ist aber das Fischerdorf im Münzgarten. Zwar hatte ein Goslarer Gastronom bereits vor zwei Jahren das Areal mit maritimem Flair überzogen. Fürs „Fischerdorf, die Zweite“ zeichnet jetzt aber ein Betreiber mit Firmensitz im Ostseebad Nienhagen verantwortlich, der unter anderem die Kieler Woche ziert.

Bleibt das Gelb als Deko und das Geld aus Goslar: Die Rechtsanwälte Becker und Partner sowie die Steuerberaterkanzlei Gleye und Poppe unterstützen das Geschehen auf der Gose-Bühne. Die Sparkasse Goslar/Harz und der Dehoga ermöglichen überregionale Reklame – und auch die Deutsche Bahn wirbt mit Postkarten. Gastronomen, Großhandel und Getränkehersteller finanzieren das Gelb auf T-Shirts. Luftballons und Textilien.

Laut Cheforganisator Bitter soll die „frische Sommerfarbe“ auf dem Goslarer Marktplatz und in den Straßencafés bis hin zum Rosentor vorherrschen. 1.400 Meter Stoff – anderthalb Meter in der Breite – und 1.000 Luftballons sind bereits gekauft, um das Goslarer Altstadtfest auch farblich von anderen Stadtfesten abzuheben.

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