Goslar

Zweite Typisierung für den an Leukämie erkrankten Maxi

26.08.2010
Von Frank Heine

Zweite Typisierung für den an Leukämie erkrankten Maxi

GOSLAR. Macht eine weitere Typisierung Sinn, wenn ein Spender quasi vor der Tür steht? Ein klares Ja sagt Dr. Axel Hoppe, dessen acht Monate alter Enkel Maxi an akuter Leukämie erkrankt ist: „Um Himmelswillen, bloß nicht aufhören, erst wenn eine Transplantation wirklich vorgenommen wurde, gibt es Sicherheit.“

Obwohl vor zwei Wochen wie berichtet ein Amerikaner öffentlich als möglicher Stammzellspender für den Jungen genannt wurde und ein Radiosender sogar schon von „Rettung für Maxi“ gesprochen hatte, ist laut Hoppe „gar nichts in trockenen Tüchern“. Seines Wissens sei der Spender noch nicht bestätigt.

Maxis Großvater ruft deshalb gemeinsam mit Ullrich Krusche für den 2. September zu einer zweiten großen Aktion in Goslar auf. Der ehemalige Studiendirektor Krusche hat mit den Berufsbildenden Schulen (BBS) Goslar-Baßgeige/Seesen seinen alten Wirkungskreis als Ort ausgewählt, wo in der Zeit zwischen 9 und 17 Uhr vor allem den eigenen gut 2000 BBS-Schülern, aber auch den Schülern des benachbarten CvD-Gymnasiums und der BBS Stadtgarten ein kleiner Tropfen Blut abgenommen werden soll.

Zielgruppe sind auch Freiwillige zwischen 18 und 55 Jahre aus den Betrieben des Gewerbegebiets Baßgeige und der Technischen Universität Clausthal. Als Schirmherr fungiert erneut der SPD-Bundestagsabgeordnete Sigmar Gabriel, der diesmal Landrat Stephan Manke als BBS-Hausherrn an seiner Seite hat.

155 neue Starck-Proben

Bei der ersten Aktion hatten sich am 8. August 1.776 Menschen aus Goslar und Umgebung auf der Rathausdiele typisieren lassen. Im Chemieunternehmen H. C. Starck, in dem Hoppe 30 Jahre lang beschäftigt war, kamen noch einmal 155 Proben hinzu, die werksintern und zuletzt beim Sommerfest genommen wurden.

Stolze Zahlen für die Region, aber längst engagiert sich ganz Deutschland für Maxi: Das Norddeutsche Knochenmark- und Stammzellspender-Register (NKR), an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) angesiedelt, hat laut Hoppe weit mehr als 100.000 Maxi-Typisierungen vorgenommen, rund 47.000 sind untersucht. Und es gibt auch von hier positive Nachrichten: „Unter den Neu-Typisierungen sind zwei Proben, die in vier von insgesamt zehn ausschlaggebenden Positionen mit Maxis Werten übereinstimmen“, sagt Hoppe. Der Rest solle jetzt nachuntersucht werden.

Aber wenn doch der Amerikaner Maxi helfen kann? Und zwei weitere Alt-Typisierte sollen doch auch in Frage kommen? Hoppe runzelt die Stirn. Er ist gar nicht glücklich über diese vermeintlichen Erfolgsmeldungen, mit denen ein MHH-Mediziner vorgeprescht sei. Der hoch dekorierte Professor habe zudem nicht gerade freundlich über die aktuellen Typisierungen gesprochen – was Hoppe überhaupt nicht verknusen kann. „Jeder Freiwillige ist eine Hoffnung mehr – für Maxi oder für andere, die dringend auf einen Spender warten.“

Atempause daheim

Hoppes Enkel erholt sich gerade zu Hause bei seinen Eltern von seiner vierten Chemotherapie: „Zum Glück fieberfrei, aber er hat ganz schön herumzuknabbern.“ Der Junge muss alle zwei Tage zur Kontrolle in die MHH, aber eben nicht stationär dortbleiben. Eine Atempause, aber der Wettlauf gegen den Tod geht weiter.

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Kommentare

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Looona schrieb am 27.08.2010 14:54

Ist es wirklich wichtig, wem es hilft? Ich finde es grossartig, wenn mal wieder solch ein Fall, die Spendenbereitschaft erhöht. Ich wünsch dem kleinen Maxi seinen 6-er im Lotto und hoffe, dass durch die gross angelegten Typisierungen auch vielen anderen Menschen geholfen werden kann.

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Wasserfrau17 schrieb am 27.08.2010 22:37

@Looona geb dir recht,jedes Leben was mit einer Spende erhalten wird ist ein Sieg

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