Goslar

25 Jahre Kreativität in besonderen Kammern

30.07.2010
Von Sabine Kempfer

25 Jahre Kreativität in besonderen Kammern

GOSLAR. Das Große Heilige Kreuz ist untrennbar und in der Erinnerung eigentlich seit jeher mit dem Kunsthandwerk verbunden – oder? Tatsächlich ist es gerade mal 25 Jahre her, dass das Kunsthandwerk die Kammern des Großen Heiligen Kreuzes eroberte – und darin blieb. Am 1. August wird das Vierteljahrhundert gefeiert.

Charlotte Waltraut Lemke, Sprecherin der Kunsthandwerker, ist zugleich Ideengeberin. Gemeinsam mit der Porzellanmalerin Ingeborg Günther rief sie das Kunsthandwerk an diesem Ort ins Leben. Lemke, die mit Schmuck & Co. in der Töpferkammer vertreten ist, erinnert sich noch gut an die Anfangszeit, der einige Kämpfe vorausgegangen waren.

„1985 war das Große Heilige Kreuz ein Juwel, das eine gründliche Politur dringend nötig hatte“, schreibt sie und berichtet von der Suche der Stadt nach einem „zukunftsträchtigen Nutzungskonzept“.

Dass der Ort nicht das „älteste Altersheim Deutschlands“ blieb, war einem engagierten Förderverein zu verdanken, der unter den Auflagen des Denkmalschutzes nach einem zeitgemäßen Konzept suchte, den Kunsthandwerkern den Weg ebnete und sich dann wieder auflöste.

Der Plan mit dem Kunsthandwerk wurde für sinnvoll und förderungsfähig erachtet, und so konnten laut Lemke erhebliche Zuschüsse für die anstehende Sanierung in Anspruch genommen werden. Noch bevor diese begann, zogen die ersten Kunsthandwerker in die damals unrestaurierten Kammern: Ingeborg Günther, Anna Barth und Waltraud Lemke, Susanne Wöbbekind und Claudia Witting.

Bis Ende des ersten Jahres wurde jedes Wochenende ein kleiner Kunsthandwerkermarkt auf der Däle veranstaltet – daraus ging 1988 der 1. große Kunsthandwerkermarkt der Stadt Goslar hervor, der nicht, wie von der Stadt zunächst angeboten, auf einem Parkplatz über die Bühne ging: „So hatten wir uns das nicht vorgestellt, wir wollten die ganze Stadt“, erinnert sich Lemke, die damals schon 88 Adressen von Kunsthandwerkern in der Tasche hatte.

Gedruckte GZ: Wie die Geschichte weitergeht, warum es keinen Ostereiermarkt mehr gibt und wer heute in den Kammern ausstellt, lesen Sie in der Samstag-Ausgabe.

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