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Goslar
Rammelsberg und Altstadt werden mit rund 2,8 Millionen Euro gefördert
GOSLAR. Während sich das Unesco-Welterbekomitee in Brasilia mit der Erweiterung des Goslarer Kulturwelterbes um das Oberharzer Wasserregal beschäftigt, fließen aus der Bundeshauptstadt Berlin rund 2,8 Millionen Euro in die Altstadt und den Rammelsberg.
Mit dieser Summe hat Goslar auch bei der zweiten Förderrunde für die 33 deutschen Unesco-Welterbestätten mehr als ordentlich abgeschnitten. Nachdem das Bundesbauministerium bereits im Vorjahr insgesamt 150 Millionen Euro ausgelobt und 4,2 Millionen Euro an Goslar vergeben hatte, ist das Programm 2010 immerhin noch rund 70 Millionen Euro schwer. Acht Projekte in der Goslarer Altstadt und im Rammelsberger Bergwerk profitieren vom neuen Geldregen. Details will Oberbürgermeister Henning Binnewies in der kommenden Woche bekannt geben.
In diesem Jahr verteilen sich die Zuschüsse bundesweit auf 94 Projekte an 26 Welterbestätten, die eine unabhängige Experten-Kommission aus den eingereichten 362 Anträgen ausgewählt hatte. Aber auch der Proporz bleibt gewahrt: Alle Bundesländer mit Unesco-Welterbe erhalten eine Förderung.
Auf der Rangliste 2010 steht Goslar auf Platz neun – einen Rang vor Quedlinburg, das sich über 2,7 Millionen Euro freut. Mit zusammengerechneten 5,5 Millionen Euro hätte der Harz sogar den Sprung aufs Fördertreppchen geschafft. Nur die Altstädte von Stralsund und Wismar mit 9,9 Millionen Euro und das Obere Mittelrheintal mit 7,8 Millionen Euro liegen noch vor diesem Wert, die Lübecker Altstadt mit 5,3 Millionen knapp dahinter. Mit rund 110.000 Euro wird das zweite niedersächsische Weltkulturerbe bedacht: Dom und Michaeliskirche in Hildesheim. Das Weltnaturerbe Wattenmeer bekommt für zehn Projekte 2,1 Millionen Euro.
Gedruckte GZ: Was Minister Ramsauer sagt und wofür Goslar das Geld aus dem Jahr 2009 ausgibt, lesen Sie in der Samstag-Ausgabe.
Kommentare
Hallo, das ist grundsätzlich eine wunderbare Sache. Leider vermute ich, dass selbst bei so einem ehrenwerten Projekt leider nur noch Parteiinteressen eine Rolle spielen. Entschuldigung, aber wer gewinnt denn bei diesem Spiel? Dasd ist doch die Frage.
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