Goslar

Hoffen auf Maxis Lebensretter: Vorbereitungen für Typisierung laufen

30.07.2010
Von Frank Heine

Hoffen auf Maxis Lebensretter: Vorbereitungen für Typisierung laufen

GOSLAR. Die Welle der Hilfsbereitschaft ist riesig: Nachdem der Verein „Leben mit Krebs“ wie schon berichtet die Typisierungsaktion für den an akuter Leukämie erkrankten Maxi mit 5.000 Euro unterstützt, laufen die Vorbereitungen für den 8. August auch personell auf Hochtouren.

An diesem Sonntag öffnen sich die Türen der Rathausdiele zwischen 11 und 17 Uhr für all jene Menschen zwischen 18 und 55 Jahren, die sich als Stammzellspender erfassen lassen wollen – und vielleicht dem sieben Monaten alten Jungen das Leben retten. „Wir haben regen Zuspruch von Anrufern, die uns sowohl medizinisch als auch organisatorisch unterstützen wollen“, sagte am Freitag Rosemarie Wemheuer, nachdem die GZ einen ersten Aufruf gestartet hatte.

Im SPD-Büro laufen in der Vorbereitung die Fäden zusammen, weil der Bundestagsabgeordnete Sigmar Gabriel und Oberbürgermeister Henning Binnewies als Schirmherrn auftreten. Aber bei Maxi ziehen ohnehin alle an einem Strang: So bietet Goslars CDU-Chef Carlos Mateo auf der Rathausdiele seine Dienste als Mediziner an.

Die Asklepios Harzkliniken rufen ihr Personal zu Typisierung und aktiver Hilfe auf. Das Schreiben ist von Chef Ulrich Gnauck und Betriebsrätin Sonja Liedtke unterzeichnet. Kirsten Bittner vom Altenheim Theresienhof hat angeboten, einen Fahrservice zu organisieren.

Bei H. C. Starck, wo Maxis Opa Dr. Axel Hoppe jahrelang in der Geschäftsführung tätig war, sind laut Sprecher Gerald Baehnisch für den 10. und 12. August sowie für das Kindersommerfest am 21. August eigene Typisierungen angesetzt, die der Werksarzt vornimmt. Ein Intranet-Aufruf bittet um Teilnahme, obwohl nach einer Aktion vor vier Jahren bereits viele Mitarbeiter typisiert sind.

Der kleine Maxi, der kein Fläschchen mehr zu sich nehmen kann und per Magensonde ernährt werden muss, verbringt derzeit ein paar Tage zu Hause bei Mutter Maren Zachariae. Am Dienstag geht es für die beiden zurück in die Medizinische Hochschule Hannover, wo die vierte Chemotherapie wartet. Der Kampf um Maxis Leben geht weiter.

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Kommentare

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MS schrieb am 30.07.2010 20:27

Ich finde es wunderbar , das hier über alle Partei und Gesellschaftsgrenzen hinweg alle an einem so wichtigen Strang ziehen. Wer wie ich schon so oft in den Kinderkrebsstationen in Braunschweig sowie in Bremen dieses Leid hautnah miterleben musste und dort regelmäßig das Heulen bekam , kann sich hier über so viel Engagement unbegrenzt freuen. Wenn dann noch ein gutes Ende herauskommt haben alle etwas tolles geschafft. Ich wünsche dem kleinen Maxi alles Gute und wünsche der ganzen Familie , das alles gut wird. Marco Schuster

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ina schrieb am 01.08.2010 16:23

ich bin am 8 august dabei..und hoffe damit zu helfen.. wünsche der Familie ganz viel kraft und bete das sich schnell eine passende Stamzelle fniden lässt

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Zara schrieb am 06.08.2010 19:23

Ich selbst habe mich bereits als freiwillige/er Helfer/in angemeldet.. und bin bereits typisiert, ich würde nichts auslassen nur um helfen zu können... nur gibt es auch für mich etwas was mir zu denken gibt. Ich selbst kenne noch mehr oder besser gesagt mind. noch einen solchen Fall wo auch ein kleines Kind aus unserer Region dringend Hilfe benötigt... nur ist da weder Politik noch irgendwelche andere Instituition bisher engagiert beiseite gewesen. Es stimmt mich nachdenklich und irgendwie traurig!!!!

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KUS schrieb am 07.08.2010 00:26

Danke Zara. Für Ihre Hilfe, Typisierung usw. sollen Ihnen bittesehr die danken, die davon einen Nutzen haben. Ich danke Ihnen für den wichtigen Hinweis darauf, daß es mehr als ein schweres Schicksal in unserer Umgebung gibt. Sprechen Sie es am Sonntag dort an, wo die möglichen Helfer in der Not versammelt sein werden. Fragen kostet nichts. Ich stehe wegen meiner mangelhaften Gesundheit nur geistig zur Verfügung. Aber 15 Liter Blut habe ich in meinem Leben schon gespendet und brauchte bisher keine Transfusion. Wohl bekomms denen, die sie brauchten. Alles Gute für den Sonntag und Maxi, ein Bericht wäre schön - sicher für alle.

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Zara schrieb am 07.08.2010 11:47

Mein Beitrag diente in keinster Weise dafür ein Dank od. Lob zu bekommen, mehr wollte ich darauf aufmerksam machen, dass selbst Schicksale klassifiziert werden und genau das ist das was mich traurig stimmt. Wenn die Politik sich doch für alles so einsetzen würde.... dann gäbe es vielleicht wirklich weniger Leid und Elend... aber leider ist auch bei diesem Thema das eigene Nutzen wichtiger. Vielleicht würde auch das besagte andere Kind (aus Oker) Hilfe brauchen, aber leider ist dessen Opa kein Mitglied der GF bei Starck gewesen. Und nur um völliges Entsetzen zu vermeiden über das was ich gerade schrieb.... ICH WÜNSCHE MAXI VON HERZEN ALLES GUTE... und beteilige mich selbst auch intensiv... aber dies nur weil es hier um Maxi geht und nichts anderes!!!!!

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