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Goslar
Steuerzahlerbund widmet Goslars Finanzproblemen eine ganze Zeitschriftenseite
GOSLAR. Schon ein wenig Ungeduld schwingt mit in der jüngsten Ausgabe der Monatszeitschrift „Der Steuerzahler“, wo in der Landesbeilage Niedersachsen/Bremen der Stadt Goslar eine ganze Seite gewidmet ist.
„Wann kommt der Staatskommissar?“ fragt das Organ des Steuerzahlerbundes. Nicht ohne darauf zu verweisen, dass man bereits im Februar dieses Jahres das niedersächsische Innenministerium aufgefordert habe, die Stadt Goslar haushaltswirtschaftlich „an die Kandare zu nehmen“.
Der Bund der Steuerzahler ist nicht immer unumstritten, doch er kann für sich in Anspruch nehmen, als Unbeteiligter eine neutrale Position einzunehmen, die über den Tellerrand hinauskommt. Und so liest sich denn die Problem-Auflistung der „Stadt mit stolzer Vergangenheit aber unsicherer finanzieller Zukunft“ schon atemberaubend, während der einheimische Abzucht- Anrainer schon längst an die tägliche Dosis Horror aus dem Goslarer Rathaus gewöhnt ist:
Der Haushalt ist marode, gegen den Oberbürgermeister wird disziplinarisch ermittelt, das historische Rathaus zerbröselt. Stadtspitze und Kommunalpolitik ziehen nicht an einem Strang. Erlasse und Auflagen der Kommunalaufsicht werden ignoriert. Vom Rat beschlossene Ausgabensperren werden umgangen.
In Zahlen: Gesamtschulden von elf Millionen Euro, pro Einwohnerkopf 2.730 Euro, fast dreimal so viel wie der Landesdurchschnitt. Das Gleiche gilt mit neun Prozent Anteil am Gesamtetat für die freiwilligen Leistungen, während die Personalkosten fast ein Viertel ausmachen. Zehn Millionen Euro geringere Steuereinnahmen in zwei Jahren, 1,7 Millionen Euro Investitionsbedarf für die Sanierung des Rathauses.
Kommentare
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Nun haben wir Goslarer deutschlandweit traurige Berühmtheit erlangt. Als ich das laß ist mir erst aufgefallen, das kennt man alles, das ist nichts neues für den geneigten Leser der GZ. Das sind alles Daten und Fakten die mich/ uns gar nicht mehr schockieren. Und das ist, glaube ich, das traurigste daran.
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Auch so kahnn man "Berümtheit"erlangen,traurig aber war.
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peinlich peinlich... wo ist das mäuseloch in dem wir uns verstecken können ????
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Bei diesen Schuldendiskussionen -ob hier in Goslar, oder im Bund- frage ich mich immer, wo genau und bei wem "wir" die Schulden habe. Bei der Bank? Bei welcher? Zu welchem Zinssatz? Kann man nicht umschulden? Darüber konnte ich bislang keine Angaben finden. Kann jemand Auskunft geben? Kann Peter Zwegat helfen?
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Zm jahresende 2008 lagen wir bereits bei 1,5 Billionen Schulden in der öffentliche Haushalten. Ich glaube bei dieser Summe würde selbst Peter Zwegat abwinken. "Denen ist nicht mehr zu helfen!" würde er wohl sagen. Ich finde es ja immer so daneben, es Pro Kopf auszuweisen. Erstens habe ich persönlich dies Schulden nicht gemacht. Und Zweitens wird der Betrag dadurch auch nicht angenehmer fürs Auge. Von jedem mündigen Bürger wird erwartet, das man seine Finanzen so im Griff hat um überall noch zusätzlich abdrücken zu können. Nur der Bund bekommt es irgendwie nicht hin. Es fängt doch im kleinen an. Der kleine Mann kann nur das Auto fahren, was die Kasse hergibt. Der Herr OB kann frei auswählen, obwohl in der Kasse schon Schuldscheine von über 11 Mio liegen. Das ist doch das beste Beispiel dafür, das die öffentliche Hand IMMER über Ihre Möglichkeiten lebt. Ich kann nur das ausgeben, was ich habe. Was ich nicht habe, kann ich auch nicht ausgeben.
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Nur, wenn das Budget der Öffentlichen Hand nicht ausreicht, dann werden die Gebühren erhöht um mehr einzunehmen und dann können wir ja wieder aus den(m?) Vollen schöpfen. Das eine Kuh aber nicht ewig zu melken ist, haben sie noch immer nicht begriffen.
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Da muss man sich ja eigentlich schon schämen, dass man so in die Öffentlichkeit gerät. Touristen zieht man damit nicht an!
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