Goslar

Stammzellspender gesucht: Maxi kämpft gegen den Blutkrebs

28.07.2010
Von Frank Heine

Stammzellspender gesucht: Maxi kämpft gegen den Blutkrebs

GOSLAR/SALZGITTER. Der kleine Maximilian ist noch keine acht Monate alt und kämpft bereits um sein junges Leben: Das Kind hat akute Leukämie, die aggressivste Form des Blutkrebses. Die Stadt Goslar ruft zur Hilfe auf: Am 8. August öffnet die Rathausdiele von 11 bis 17 Uhr für eine Typisierung.

„Von einem Tag auf den anderen sah die Welt ganz anders aus.“ Großvater Dr. Axel Hoppe, der aus Bündheim stammt und nach 30 Jahren beim Goslarer Chemieunternehmen H. C. Starck im Juni 2007 die Geschäftsleitung verließ, erinnert sich mit Schrecken an jenen 5. Mai.

An diesem Tag bestätigt eine Knochenmarkpunktion den schlimmen Verdacht der Ärzte. Sein Enkel Maxi, erst am 7. Dezember auf die Welt gekommen und gemeinsam mit seiner dreijährigen Schwester Leonie der Sonnenschein der Familie, hat akute myeloische Leukämie. Von diesem Zeitpunkt an bestimmt die Krankheit das Leben der Eltern und Großeltern, die in Salzgitter-Lebenstedt wohnen.

Der Junge bekommt Chemotherapien, verbringt die meiste Zeit in der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH). „Maxi verträgt die Behandlungen schlecht, leidet furchtbare Schmerzen und ist trotzdem so tapfer und geduldig“, erzählt Hoppe.

24 Stunden am Tag ist jemand für Maxi da – meist Mutter Maren Zachariae (34), die wie ihr Ehemann Olivier (34) selbst Arzt ist. Um Schwester Leonie kümmern sich die Großeltern. „Wir versuchen für sie Normalität herzustellen – so gut es eben geht“, sagt Waltraud Voß-Hoppe.

Aber was ist schon Normalität? Wenn Maxi zwischendurch einmal nach Hause kommen darf, muss alles möglichst steril sein. Keine Blumen, keine Freunde, die vorbeischauen, selbst das aufgeschnittene Brot muss weg – Bakterien und Schimmel bedrohen das Immunsystem, das praktisch nicht mehr vorhanden ist. Jede Infektion kann tödlich enden. Drei Chemotherapien, die die Krankheit nur eindämmen, aber nicht heilen können, haben Spuren hinterlassen.

Retten kann Maxi jetzt nur noch eine Stammzellspende: Aus der Familie kommt niemand infrage – die Tests waren laut Hoppe alle negativ. Ein passender Spender ist auch im Norddeutschen Knochenmark- und Stammzellspender-Register (NKR) nicht vermerkt.

„Die Welle der Hilfsbereitschaft ist riesengroß“, sagt die Großmutter. Sie hofft inständig, dass die Typisierungen in Goslar, Salzgitter und Hildesheim ein positives Ergebnis bringen. Die Zeit drängt: „Ohne Stammzellspende geben die Ärzte Maxi nur noch vier bis sechs Monate zu leben.“

Spendenkonto für Maxi

Und immer wieder das Geld: Weil der Erfolg einer Typisierung nicht nur auf möglichst vielen Freiwilligen beruht, sondern jede Probe auch 50 Euro kostet, hat das NKR bei der Sparkasse Hannover ein Spendenkonto unter dem Stichwort „Maxi“ eingerichtet. Die Kontonummer lautet 193700, die Bankleitzahl 25025180. Die NKR stellt Spendenbescheinigungen aus.

Gedruckte GZ: Wie Goslar Maxi am 8. August helfen will und wer bereits seine Unterstützung für die Aktion zugesagt hat, lesen Sie in der Donnerstag-Ausgabe.

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