Goslar

Verkehrsschilder zugewachsen: Schneller Blick ist versperrt

26.07.2010
Von Friedrich Metge

Verkehrsschilder zugewachsen: Schneller Blick ist versperrt

GOSLAR. Manchmal wächst die Natur schneller als die Polizei erlaubt. Was an sich weder schlimm, noch strafbar ist. Manchmal allerdings kann das durchaus zu kritischen Situationen führen. Nämlich dann, wenn Verkehrsschilder nicht mehr früh genug zu erkennen sind, weil Zweige und Blätter sie verdecken.

So wie auf der Nordtangente. Dort taucht ein 60er-Schild, unter dem sich zudem noch die Ankündigung eines Überholverbotes befindet, erst ziemlich spät auf. Auch wenn sich auf der anderen Seite der vierspurigen Straße noch eine Schilderkombination befindet, ein Schnitt mit der Astschere könnte nicht schaden.

Wegweiser sollen, so lautet ihr Auftrag, Autofahrern den rechten Weg weisen. Und das so zeitig, dass kein Stress entsteht. Nicht ohne Grund gibt es deshalb die sinnvolle Kombination Wegweiser/Vorwegweiser.

An der Hildesheimer Straße – aus Richtung Baßgeige kommend – versteckt sich das gelbe Schild allerdings schamhaft hinter allerlei Grün. Mit der Folge, dass erst im letzten Moment zu erkennen ist, wohin der Weg führt.

Und noch ein Beispiel: Wer aus Richtung Okertal kommend durch Oker fährt, findet kurz vor der „Borcherskurve“ zwar einen großen Vorwegweiser, nur erkennen kann man nicht, was der anzeigt. Zweige versperren auch hier den Blick auf das Wesentliche. Auch hier gilt: Bitte schneiden Sie!

drucken versenden Leserbrief schreiben
 

Kommentare

Die Kommentare geben nicht die Meinung der Zeitung wieder. Sie sind Einzelmeinungen der Leser, keine repräsentative Auswahl.


vollekanne schrieb am 29.07.2010 11:14

die stadt hat dafür halt kein geld im gegenteil wahrscheinlich stellen sie in beschriebener 60er zone nen blitzer auf damit sie das schneiden der bäume bezahlen können ;-)

Diesen Kommentar der Redaktion melden

5 vor 12 schrieb am 29.07.2010 14:49

Einfach nur traurig, dass in einem Land wie Deutschland zugewachsene Strassenschilder zum Thema werden müssen. Und nicht nur die. Dazu gehören auch mit Steinen, Glas ect. verdreckte Radwege usw. .(Klar, Deutschland hat andere Sorgen. Krieg spielen in Afghanistan, oder auch das Klima retten.) Bestimmt gibt es da aber auch Zuständigkeitsprobleme; wem gehören die Bäume, oder wer muß den Rückschnitt veranlassen und durchführen ? Natürlich werde ich bald belehrt, dass alle die damit zu tun haben total überlastet sind. Ok, dann lassen wir es halt so wie es ist.

Diesen Kommentar der Redaktion melden

KUS schrieb am 29.07.2010 21:15

Ich habe beschlossen, die armen Verkehrsschilder zu befreien. Dazu werde ich meine Laubsäge benutzen und aus Klimaschutzgründen zu Fuß gehen. Jede Wette: Bevor ich den ersten Ast auch nur halb abgesägt habe, kann ich mich mit Bußgeldbescheiden zudecken. Zu bedenken gebe ich allerdings, daß Verkehrsschilder und Wegweiser Schnee von gestern sind. Es guckt ja sowieso jeder auf sein briefmarkengroßes Navi und fühlt sich toll, nicht fragen zu müssen, weil die Fensterheber kaputt sind. Die Bäume und Sträucher sollten stehenbleiben; weg mit den Wegweisern! Weg, Weiser!

Diesen Kommentar der Redaktion melden

0 schrieb am 01.08.2010 18:19

die Sträucher, die die Verkehrsschilder verdecken, sind Eigentum von H.C.Starck. Wenn die kein Geld dafür haben, diese Zweige abzuschneiden, sollten die den Insolvenzverwalter konsultieren. Jede Privatperson hätte von der Stadtverwaltung schon längst einen Bußgeldbescheid. Bei H.C.Starck wird sich dieses die Stadt nicht wagen.

Diesen Kommentar der Redaktion melden