Goslar

Neutrale Instanz bei Beschwerden

23.07.2010
Von Friedrich Metge

Neutrale Instanz bei Beschwerden

GOSLAR. Das ging schnell: Seit Freitag haben die Asklepios Harzkliniken mit Dr. Uwe Thieme einen Patienten-Beauftragten. Ursprünglich sollte der erst Mitte August benannt werden.

Damit gibt es neben dem bestehenden Klinik-Beschwerdemanagement eine weitere Institution, an die sich Patienten und Mitarbeiter wenden können, wenn es Probleme gibt.

Oberbürgermeister Henning Binnewies, der von Klinik-Geschäftsführer Ulrich Gnauck gebeten worden war, jemanden für diese Aufgabe zu benennen, brauchte nach eigenen Worten nicht lange zu überlegen: „Dr. Uwe Thieme ist eine Persönlichkeit, der die Bürger und die Patienten vertritt, und der von den Ärzten anerkannt ist.“ Er sei ein anerkannter Bürger und eine Mann, der abwäge, bevor er eine Entscheidung treffe, sagte er bei der offiziellen Vorstellung.

Thieme, der viele Jahre eine radiologische Praxis leitete, sich 20 Jahre in der Kommunalpolitik engagiert hat – als Ratsherr, Bürgermeister und zum Schluss seiner politischen Laufbahn als Ratsvorsitzender – geht seine neue Aufgabe optimistisch an.

Gedruckte GZ: Wie die Bedeutung des Patienten-Beauftragten eingeschätzt wird, lesen Sie in der Samstag-Ausgabe.

drucken versenden Leserbrief schreiben
 

Kommentare

Die Kommentare geben nicht die Meinung der Zeitung wieder. Sie sind Einzelmeinungen der Leser, keine repräsentative Auswahl.


studie schrieb am 24.07.2010 11:46

Kann jemand der sozusagen als Subunternehmer im Krankenhaus arbeitet sich der Patientenbeschwerden wirklich neutral annehmen?

Diesen Kommentar der Redaktion melden

Wasserfrau17 schrieb am 24.07.2010 13:26

In den meisten Kliniken sind die Patienten-Beauftragten dort arbeitende Ärzte/innen

Diesen Kommentar der Redaktion melden

Hegelingen schrieb am 24.07.2010 19:37

Wichtig wäre doch, ob Dr. Thieme bei seiner neuen Tätigkeit der Schweigepflicht unterliegt: Wie soll ein Patient, der befürchten muss, demnächst wieder bei Asklepios behandelt werden zu müssen, sich denn beschweren können, ohne bei der nächsten Behandlung Angst vor "Sanktionen" haben zu müssen, wenn der Patientenbeauftragte nicht schweigepflichtig ist? Wie soll sich ein Mitarbeiter über seinen direkten Vorgesetzten beschwerden können, wenn er befürchten muss, dass Dr. Thieme den Namen nennt, da er nicht schweigepflichtig ist?? Aus meiner Sicht wäre z.B. ein Pastor viel geeigneter, da er Schweigepflicht hat.

Diesen Kommentar der Redaktion melden

harzfreund schrieb am 25.07.2010 07:17

Die Entscheidung hat der Goslarer OB getroffen - und der ist für seine Weisheit bekannt.

Diesen Kommentar der Redaktion melden

KUS schrieb am 25.07.2010 20:25

Ich war Herrn Dr. Thieme mehrfach "hilflos" ausgeliefert - als Patient. Noch heute bin ich zutiefst davon überzeugt, nicht einfach beim Arzt gewesen zu sein, sondern bei einem besonnenen, klugen Menschen, der über medizinische Kenntnisse verfügt. Wer will, mag in diesem Zusammenhang wieder mal die Vuvuzela gegen den OB richten. "Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn." Dem Herrn Dr. Thieme wünsche ich alles Gute in seinem neuen "Job".

Diesen Kommentar der Redaktion melden

studie schrieb am 26.07.2010 10:39

Es geht nicht um die Person, Dr Thieme. Ich kenn ihn nicht, kann und will mir also auch beim besten Willen kein Urteil über ihn erlauben. Es hätte aber auch jeder andere Angestellte des Krankenhauses sein können. Der Punkt ist doch, wie neutral jemand der quasi vom Krankenhaus bezahlt wird, sich der Beschwerden annehmen kann. Er will seine Kollegen nicht reinreiten, will die Beschwerde aber auch nicht ignorieren. Wie lange prangert man als AN Mißstände an und wird dann nicht schikaniert. Ich wünsche ihm auf jedem Fall ebenfalls viel Glück und viel Kraft für diese Aufgabe, denn die wird bestimmt nicht einfach.

Diesen Kommentar der Redaktion melden

0 schrieb am 28.07.2010 11:41

wer Herrn Dr. Thieme kennt, weiß, das er sich sehr objektiv für die Belange von Patienten einsetzt. Dabei ist es absolut unwichtig, ob Herr Dr. Thieme den Namen kennt oder nicht. Er behandelt die Probleme der Patienten so, wie man es von einem solchen Arzt verlangen kann. Mit Sicherheit wird der sich beschwerende Patient keine Nachteile in dem Krankenhaus haben. Man sollte das Goslarer Krankenhaus nicht schlechter machen, als es ist. Man sollte einmal die Patienten befragen, denen hier geholfen wurde. Ich denke mal, in jedem Krankenhaus gibt es Ansatzpunkte für irgendwelche Beschwerden, die gibt es aber auch in jedem Haushalt und da gibt es keinen Haushaltsbeauftragten. Ich wünsche Herrn Dr. Thieme für seine zusätzliche Arbeit alles Gute.

Diesen Kommentar der Redaktion melden