Goslar

Luftbilder helfen bei Bombensuche

22.07.2010
Von Friedrich Metge

Luftbilder helfen bei Bombensuche

GOSLAR. Von Zerstörungen ist Goslar im Zweiten Weltkrieg, anders als andere Städte in der Nachbarschaft, weitgehend verschont geblieben. Bombenangriffe hat es dennoch gegeben. Mit Auswirkungen bis heute. So wurde die Baßgeige vor Baubeginn intensiv auf Bomben-Blindgänger abgesucht.

Insgesamt vier mal haben alliierte Bomberverbände Goslar zwischen August 1944 und April 1945 angegriffen. Die Ziele: Der Fliegerhorst, die Borchers-Werke (heute H. C. Starck) und der Bollrich. Darüber hinaus, so der zuständige Sachbearbeiter bei der Stadtverwaltung, Michael Trapp, habe es noch eine Reihe Einzelangriffe von Jagdflugzeugen gegeben.

Vor der Bebauung der Baßgeige, sie lag in der Anflugschneise, wurde das künftige Gewerbegebiet intensiv nach möglichen nicht detonierten Bomben abgesucht. Man habe, so sagte der stätische Fachbereichsleiter Burkhard Siebert, alle bekannten Flächen, wo Blindgänger oder Munitionsreste liegen könnten, sondiert und durch eine Spezialfirma absuchen lassen.

Wurde die fündig, kam der Kampfmittelbeseitigungsdienst ins Spiel. Anhand von Luftaufnahmen, die bei allen Bombenabwürfen angefertigt wurden, gingen sie den Informationen nochmals nach.

Von Mitte 2000, so Siebert, bis 2003 seien die so genannte Verdachtsfläche Baßgeige und die Äcker nahe dem Gut Riechenberg untersucht worden. Gefunden habe man nichts.

In diesem Zusammenhang warnen Trapp und Siebert davor, Fundmunition zu berühren. Was passieren kann, hat sich erst kürzlich in Göttingen gezeigt. Dort starben drei erfahrene Kampfmittelbeseitiger, weil eine Bombe, die entschärft werden sollte, zur Unzeit explodierte.

Gedruckte GZ: Wo noch Munition gefunden wurde, lesen Sie in der Freitag-Ausgabe.

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Kommentare

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Wolle42 schrieb am 23.07.2010 13:31

Das Sommerloch ist doch gut, um viele Zeitungsseiten mit irgendwelchem Quatsch zum wiederholten Male zu füllen. Gibst denn sonst nichts interessantes aus Goslar zu berichten? Z.B. Disziplinarverfahren OB, Unterhaltung denkmalgeschützter Häuser der Stadt, Unterhaltung der desolaten Straßen etc.

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vollekanne schrieb am 23.07.2010 18:26

finde das hat nix mit sommerloch zu tun es ist in der heutigen zeit leider immer noch notwendig auf die gefahren die von den blindgängern ausgehen hinzuweisen...

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Wasserfrau17 schrieb am 26.07.2010 20:10

Leider ist das kein Ouatsch oder Sommerlochfüllung,denn sonst hätten vor ein paar Wochen in Göttingen nicht drei Männer ihr Leben lassen müssen. In Goslar ist die Gefahr zwar nicht so gross,dank Lazarettstadt,aber es sind trotzdem ein paar Bomben gefallen.

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