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Goslar
Jerstedt: Autohändler Wilde kauft weitere drei Grundstücke
GOSLAR. Wenn am kommenden Dienstag der Rat die Vorlage 168/07 verabschiedet, dann ist für die FDP-Fraktion ein Stück unerwarteter Erfolgsgeschichte geschrieben: Es geht um den Verkauf von drei Grundstücken im Gewerbegebiet Jerstedt an den Autohändler Thomas Wilde, der durch die Vergrößerung seines Standorts neben ergänzenden Nutzungen mit der Errichtung von Photovoltaik-Anlagen auch neue Geschäftsfelder anstrebt.
Mit der Veräußerung, so rechnet FDP-Fraktionschef Christian Rehse vor, sind in nur zwei Jahren 80 Prozent der insgesamt 13 Hektar Gewerbeflächen vergeben, die der Stadt Goslar im Stadtteil Jerstedt im Verbund mit der neuen Umgehungsstraße zugewachsen waren. Und nicht nur das, auch die 3,2 Millionen Euro teure Erschließung der Straße wäre ebenfalls zu 80 Prozent schnell refinanziert. Knapp 1,5 Millionen Euro zahlt Wilde für den aktuellen Immobilien-Deal.
Für den Liberalen Rehse erweist sich diese Entwicklung im Nachhinein als nicht unbedingt geplanter Glücksfall, nachdem in den Neunzigern eine Bürgerinitiative einen Baustopp erwirkt hatte, der Bestand bis zu einer Genehmigung der Ortsumgehung hatte: „Hinter der Baßgeige hat sich Jerstedt als zweitwichtigstes Gewerbegebiet der Stadt entwickelt. Hier gibt es mehr als 40 Betriebe, die zwischen 400 und 500 Arbeitsplätze vorhalten.“
Das problematische Nebeneinander von Gewerbegebiet, Sondernutzung (Wiglo) und reinem Wohngebiet ist nach Ansicht von Rehses Stellvertreter Dirk Öhne ebenfalls auf einem guten Weg. Die Umgehung, eine neue innerörtliche Verkehrsführung und bauliche Maßnahmen hätten zu einer deutlichen Entlastung für die Anwohner geführt, allenfalls Leute aus dem Ort selbst hätten – Macht der Gewohnheit – die Änderungen noch nicht angenommen.
Öhne weiß: „Gerade die Bewohner der Straße Im Klei sind noch nicht hundertprozentig zufrieden. Hier sollte man erneut, am besten in Verbindung mit einer Testphase, über eine weitere Reduzierung auf einen reinen Anliegerverkehr nachdenken.“
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