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Goslar
160 Anmeldungen für die neue Gesamtschule Oker
OKER. Pünktlich um 15 Uhr erklärte Planungsgruppenleiter Jens Liesenberg am Montag die Anmeldefrist für beendet. Keine Viertelstunde später hatte er mit den Elternvertreterinnen Ina Kühn (Landkreis Goslar) und Veronika Wentzel (Stadt Goslar) jene zehn Schüler aus dem Topf 3 gefischt, die keinen Platz an der neuen Integrierten Gesamtschule (IGS) Oker erhalten.
Der Grund: Die 160 Anmeldungen überstiegen knapp die maximal zulässige Zahl von 150 Schülern.
Enttäuschte Mienen wird es noch am Montag sieben Mal in Goslar und jeweils einmal in Bad Harzburg, Vienenburg und Seesen gegeben haben. Die Benachrichtigungen sollten unmittelbar nach dem Losen an die Eltern herausgehen. Unter dem Strich sind ab August 68 Schüler aus dem Goslarer Stadtgebiet und 82 Schüler aus den restlichen Kommunen des Landkreises bei der Premiere der IGS dabei, die unter städtischer Trägerschaft stehen wird.
Erwartungen bestätigt
Fachdienstleiter Armin Wagner sah sich in seinen Einschätzungen denn auch bestätigt: „Die Eltern-Nachfrage nach der Schulform IGS besteht und deckt eher den Bereich der Hauptschulen ab.“ Insofern liege die Stadt mit ihren Planungen richtig, die Okeraner Hauptschule mit der Hauptschule Kaiserpfalz am Standort in der Goslarer Altstadt zu fusionieren. Die André-Mouton- Realschule läuft aus, bis die IGS bald allein das Okeraner Schulzentrum Bei der Eiche für sich nutzt.
Beim Losverfahren unterschieden die Verantwortlichen nach Zensuren: Wer mit seinen Zensuren in Deutsch, Mathe und Sachkunde maximal auf Sieben (etwa zwei Zweien und eine Drei) kam, landete im ersten Topf.
Bei Acht und Neun war Topf 2 fällig. Alle übrigen fanden sich im Topf 3 wieder, der als einziger zum Losen gebraucht wurde: Nur hier überstiegen die Anmeldungen den zuvor aus den beiden Vorjahren ermittelten und für 2010 zu erwarteten Durchschnittswert von 16 Schülern – und das mit 71 Schülern gleich sehr deutlich. Nur 35 statt der statistisch erwarteten 64 Schüler waren im ersten, 54 statt 70 im zweiten Topf.
Für Christian Friedrich, Schulorganisator beim Landkreis, geht die Arbeit am Dienstag um 10 Uhr gleich weiter: Es warten Gespräche zum Schülertransport. „Der Anspruch besteht für jeden“, sagte er. Eine Extremsituation wäre, wenn etwa je ein Schüler aus Eckertal, Hohegeiß und Mechtshausen nach Oker zu bringen wären.
Gedruckte GZ: Wie sich die Lehrer-Situation an der IGS darstellt und wann die Eltern gefragt sind, lesen Sie in der Dienstag-Ausgabe.
Zum Thema
04.06.2010 Neue Gesamtschule: 12 Kinder bekommen keinen Platz
14.06.2010
GZ-Special: Goslarer Schullandschaft in Bewegung
Kommentare
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Wie wurde getönt "von jeder Schulform 1/3 !".Was war geplant ? Hauptschule 10,6 % ; jetzt sind es aber mit 47,3 % fast die Hälfte.Geplante Realschüler 46,6% ; nun sinds 36 % , also gut ein Drittel.Und nun Gymnasiasten , wobei dort eigentlich in der Summe von D,Sach und Mathe maximal 6 sein sollten und nicht 7 ; da waren doch tatsächlich 42,6% erwartet !! Und nun sind es sage und schreibe gemogelte 23,3 % ( wenn man den Notenspiegel 7 mitrechnet ).Ich habe im Vorfeld oft vor allzu optimistischen Werten gewarnt. Nun ist es sogar mit fast 50 % Hauptschulanteil sogar noch extremer ,als vorhergesagt.Es wird sich in einigen ´Jahren zeigen , wer bei dieser Konstellation von den armen Kindern hinten runterfallen wird.
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Natürlich sind die oberen Zahlen incl. "Überbuchung" ! In Zahlen für 150 Kinder bedeutet es folgende Werte : HS 40,6% , RS 36 % und Gym 23,3 % !
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Warum wird auf eine Schule rumgehackt, die noch nicht einen Schultag absolviert hat? Laßt es doch erstmal anlaufen, in den neuen Bundesländern gibt es haufenweise Gesamtschulen und die kommen nur selten mit einem Hauptschulabschluß auch aus der Schule raus. Es gab bei uns viele Leute die besser abgeschnitten haben als erwartet. Ich bin von 10. Kl. Gesamtschule und zum Abitur in einer anderen Gesamtschule gewechselt. Und wer fragt heute noch "wo hast du dein Abi gemacht?": niemand. Es interessiert nur welchen Abschluß du hast, nicht wo er herkommt. Und Leistung müssen die Schüler an einer HS, GS, RS oder auch Gym. bringen. Übrigends sind nicht die Schulformen daran schuld, dass die armen Kinder "hinten runterfallen". Wenn die Kinder nicht gefördert und gefordert werden, dann passiert das überall. Da dürfen sich dann die Eltern mal an die Nase fassen.
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