Goslar

Wissen sollte keine Frage des Geldes sein

12.03.2010
Von Sabine Kempfer

Wissen sollte keine Frage des Geldes sein

18 Jahre leitete Bibliothekarin Barbara Lippertz die Stadtbibliothek in Goslar, jetzt übernimmt sie die Leitung der Stadtbibliothek Hildesheim. Foto: Kempfer

GOSLAR. Sie hält viel von EDV, hat eine Schwäche für gedruckte Krimis und Thriller („manche sehen das als Laster, für mich ist das Entspannung“) und freut sich, dass sie demnächst mit dem Fahrrad zur Arbeit fahren kann: Barbara Lippertz, 18 Jahre lang Chefin der Stadtbücherei in Goslar, übernimmt zum 1. April die Leitung der Stadtbibliothek in Hildesheim.

Seit fünf Jahren wohnt Lippertz mit ihrem Mann und zwei Kindern in Hildesheim. 1992 kam die Bibliothekarin aus Trier in den Harz und trat die Nachfolge von Hannelore Giesecke an. Gereizt habe sie an der Stellenausschreibung gar nicht so sehr die Leitungsposition, sondern die Aufgabe der Umstellung auf EDV. Buch für Buch wurde der Bestand von alten Pappkarteikarten in den Computer übertragen. Goslar war damals Teil eines Modellprojekts: Eine neue, bundesweit gültige Systematik wurde eingeführt, die Ausleihe per EDV machbar, der Bestand aktualisiert und neue, elektronische Medien und Möglichkeiten eingeführt – CD-Roms, DVDs, Konsolenspiele, Internet-Arbeitsplätze.

Lernorte fürs Leben

„Die letzten 20 Jahre waren eine interessante Zeit“, meint Lippertz, aber auch heute bewege sich in den Bibliotheken rund um Goslar sehr viel. Sie entwickelten sich zu „Lernorten für lebenslanges Lernen“. Mit ihrem Team baute die Diplom-Bibliothekarin ein Konzept für Leseförderung vom Kindergarten bis zur 6. Klasse auf. Auf die gute Kooperation mit den Kindergärten und Grundschulen ist sie stolz – ein Pfund, mit dem die Stadt(bibliothek) wuchern kann. „Ihrer“ Bibliothek in Goslar wünscht sie für die Zukunft vor allem eine „Ausstattung mit den notwendigen Ressourcen“ und „keine weiteren Finanz- und Personalkürzungen“. Lippertz eigene Stelle wird, so die Auskunft der Stadt, zunächst kommissarisch besetzt.

Gedruckte GZ: Wie Barbara Lippertz über das Lesen, elektronische Medien und die aktuelle Aufgabe von Bibliotheken denkt, lesen Sie in der Samstagsausgabe.

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