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Goslar
Stationärer B6-„Blitzer“: Finanzen sind laut Rathaus nur Nebeneffekt
GOSLAR. Nein, nicht das Abkassieren, sondern die Verkehrssicherheit stehe im Mittelpunkt, wenn die Stadt Goslar im Herbst eine stationäre Geschwindigkeitsmessanlage auf der B6 errichten will. Diese Botschaft sandte am Donnerstag das Goslarer Rathaus aus.
Um Schadensbegrenzung war der zuständige Fachbereichsleiter Burkhard Siebert bemüht, nachdem der neue „Blitzer“ jetzt wie berichtet ausgerechnet in der Zielvereinbarung für die vom Land in Aussicht gestellte Bedarfszuweisung aufgetaucht war. Dort muss die Stadt offenlegen, wo sie die aus Hannover avisierten 2,05 Millionen Euro durch eigene Einnahmeverbesserungen in gleicher Höhe gegenfinanzieren will. Bis zu 400.000 Euro pro Jahr sollen, so die Berechnungen im Rathaus, aus den Taschen der Temposünder kommen.
Kommission empfiehlt
Die Finanzen, versicherte Siebert am Donnerstag nachdrücklich, seien ein „absoluter, wenn auch willkommener Nebeneffekt“ der Anlage. Der Kontroll-Apparrat sei aber zuallererst eine Empfehlung und ein Beschluss der Unfallkommission, der neben der Stadt auch die Goslarer Polizei, das Straßenbauamt und der Landkreis angehörten.
Diesem Gremium sei allein daran gelegen, künftig Unfälle zu vermeiden. Ein zweiter, nicht unwesentlicher Grund für die stationäre Anlage ist laut Siebert aber auch der Lärmschutz für die Anlieger.
Apropos Anlieger: So wie zunächst aus dem Rathaus verlautbart, dass der „Blitzer“ auf Höhe der Baumschule Knorr errichtet werde, sei die Sache noch nicht entschieden. „Für den Standort gibt es durchaus Alternativen, ein endgültiger Beschluss ist noch nicht ergangen“, sagte Siebert.
Im Moment tendiere man aber stark zu einem anderen Punkt im weiteren Verlauf der B6 in Richtung Stadt. Nähere Angaben wollte der Fachbereichsleiter aber noch nicht machen. Er erinnerte vielmehr daran, dass es an jedem Autofahrer selbst liege, ob er zur Kasse gebeten werde oder nicht: „Wer sich an die Regeln hält, muss nicht zahlen“.
Zum Thema
10.03.2010 Stationärer „Blitzer“ an der B6 soll bis zu 400.000 Euro pro Jahr bringen
11.03.2010
GZ-Special: Radarfallen in der Übersicht
Kommentare
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Grins... Die Anlieger? Wahrscheinlich die in der nähe befindliche Diskothek und die Fast-Food-Restaurants..... Unglaublich....
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Ja wirklich unglaublich, wie nun versucht wird sich zu rechtfertigen! Anstatt ehrlich zu sein, wird wie gewohnt nach Ausflüchten gesucht! Welche Anwohner sollen sich denn dort gestört fühlen?Dümmer geht´s (n)immer...
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Ich halte mich an die Verkehrsregeln, und trotzdem würde ich einen stationären Blitzer auf Höhe der Baumschule Knorr als Abzocke empfinden. Ich gibt mehr als genug Orte in der Stadt, wo ein Blitzer sinnvoller wäre. Z.B an der unfallträchtigen Kreuzung Immenröder Straße, gegenüber dem Bauhof. Oder einen Rotlichtblitzer am Odermarkplatz, wo täglich dutzende Autos noch bei kirschgrün über die Ampel brettern. Aber an diesen Stellen würde es ja nicht soviele Einnahmen geben wie auf der B6.....
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Es stimmt schon, wenn wir alle nach Vorschrift fahren, dann schießt sich die Stadt ins eigene Knie. Nur haben wir dann erneut ein Problem, die geplanten Einnahmen fehlen und die Kosten für den Blitzer sind schon entstanden. Was nun? und da wird es dann noch schlimmer für den einzelnen. Noch mehr Kita-Plätze werden gestrichen, die Parkgebühren werden erhöht, die Spielplätze verkommen nochmehr usw. was wir auch tun, wir haben IMMER den schwarzen Peter. Dafür fährt der OB einen neuen Phaeton - GOslar!!!
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Abzocke hin oder her, fahrt einfach so, dass ihr nicht geblitzt werdet....! Da sich aber 100%ig genug nicht dran halten werden, macht sich das Ding bezahlt. Ich verstehe die obigen Diskussionen ehrlich gesagt nicht. Die Geschwindigkeitsbegrenzung an der Stelle wurde ja nicht erst jetzt und für diesen Zweck eingeführt....
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Naja, dann springt ja für den Binnewies doch noch ein Phaeton raus....
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Ist doch klar, es wird auf die auswertigen gesetzt. Daher B6. Der "Einheimische" weiß doch bescheid. Wer bringt das Geld ?! Aber wenn wir in fremde Gefilde fahren und nicht aufpassen, finanzieren wir andere Landkreise.
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