Goslar

Neue Strukturen für die Stadtfinanzen: Neuer Vorschlag bis Ende März

10.03.2010
Von Frank Heine

GOSLAR. Nach dem Nein von Manfred Dorloff rückt alles wieder auf Los: Der Leiter des Rechnungsprüfungsamtes hatte seine Zusage am 2. März im Finanzausschuss zurückgezogen, als Chef eines neuen Fachbereichs bei der Aufarbeitung der maroden Stadtfinanzen zur Verfügung zu stehen. Die Rathaus-Spitze hatte seinen Namen zu früh öffentlich gehandelt, ohne sich die Pläne durch die Politik absegnen zu lassen.

Eine Ratsmehrheit für einen eigenen Fachbereich Finanzen sei nach realistischer Einschätzung weiterhin nicht erkennbar, bestätigte Erster Stadtrat Klaus Germer. Er wird und muss deshalb auch künftig für das Geld der Stadt verantwortlich zeichnen. Gegenwärtig arbeite die Verwaltung an einem neuen Vorschlag, „der in Richtung der vorhandenen Strukturen geht“ und möglichst bis Ende März auf dem Tisch liegen soll.

Reicht das Personal? Mit Verstärkung rechnet Germer jedenfalls „im Augenblick nicht“ und will mit den beiden auch erst frisch geschaffenen Fachdiensten Finanzmanagement und Finanzservice auskommen.

Allerdings halte er sich die Option offen, da die Erfordernis, eine Art Konzernbilanz für die Stadt und deren Töchter im doppischen Haushaltssystem zu erstellen, demnächst weitere Kraft binde. Seine Einschätzung: „Die Herausforderung halte ich für ebenso groß wie die Einführung der Doppik für den Stadthaushalt.“

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Kommentare

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Nuhel schrieb am 11.03.2010 13:43

Die angesprochene Herausforderung ist für die "zweite Null" genauso zu hoch, wie das Gehalt, dass er jeden Monat bezieht. Wenn er den Anforderungen des Dienstpostens nicht gewachsen ist, dann soll er doch einfach gehen, so wie es in privaten Firmen auch üblich ist.

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