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Goslar
B 82 sechs Stunden voll gesperrt
GOSLAR. Ein Autounfall auf der B 82 sorgte am Dienstag von 8 Uhr morgens an für erhebliche Behinderungen im Berufsverkehr. Die Unfallverursacherin kam mit einer leichten Verletzung davon, die Schadensbeseitigung erforderte jedoch einen Großeinsatz, da 750 Liter Diesel auf die Fahrbahn flossen, die bis Mittags gesperrt werden musste.
Eine 19-jährige Frau fuhr aus Richtung Astfeld in Richtung Goslar und geriet mit ihrem Ford Fiesta auf der Höhe der Einfahrt zum Gut Riechenberg aus bislang noch ungeklärter Ursache – möglicherweise spielte die Blendung durch die tief stehende Morgensonne eine Rolle – nach links auf die Gegenfahrbahn.
Ein entgegen kommender Sattelzug (ein Holländer auf dem Weg nach Langelsheim) konnte nicht ausweichen, der Pkw prallte ausgerechnet gegen dessen Dieseltank, drehte sich und kam zum Stehen. Die Fahrerin wurde dank des auslösenden Airbags nur leicht verletzt und stand zunächst unter Schock. Vorsichtshalber wurde sie zur Untersuchung ins Goslarer Krankenhaus gebracht. An ihrem Fiesta entstand Totalschaden.
Etwa 750 Liter Diesel ergossen sich aus dem aufgerissenen Lkw-Tank auf die Fahrbahn in Richtung Böschung. Viele Autofahrer, darunter auch der Schwerlastverkehr, nutzten nach Auskunft der Polizei nicht die Umleitung über die L 515/Kunigunde/B 6, sondern die Kreisstraße von Langelsheim nach Jerstedt. Auf dieser Strecke befindet sich eine für den Schwerlastverkehr nicht ausreichend tragende Brückenkonstruktion, weshalb diese Strecke auch gesperrt werden musste. Gegen Mittag wurde die B 82 in Richtung Goslar wieder freigegeben, in der Gegenrichtung blieb die Fahrspur noch bis zum Nachmittag um 16 Uhr gesperrt, da das verschmutzte Erdreich ausgekoffert werden musste.
Gedruckte GZ: Wie Feuerwehr und Polizei Herren der Lage wurden, lesen Sie in der Mittwochsausgabe.
Kommentare
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Es ist mir völlig rätselhaft, wieso die Umleitung aus Richtung Langelsheim erst kurz vor der Unfallstelle Abfahrt Astfeld erfolgte. Von dort ging es auf der parallelen Landstraße zurück nach Langelsheim. Anstatt den Hinweis schon an der Abfahrt Langelsheim zu geben, durften über Stunden Hunderte von Verkehrsteilnehmern einen vermeidbaren Umweg fahren, der Zeit, Geld und die Anwohner Astfelds Lärmbelästigung kostete. Wer hat sich bloß diesen Schwachsinn ausgedacht?
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