Goslar

Harzfest: Politik gibt Signale, aber keine Garantie

04.03.2010
Von Frank Heine

HAHNENKLEE. „Wir werden die Hahnenkleer nicht hängen lassen, können aber keine Beträge nennen, nehmen Sie das so hin“, übermittelte Christian Rehse (FDP), Vorsitzender des Goslarer Finanzausschusses, am Dienstagabend in der Marienkapelle eine Grußbotschaft an das Duo Peter Pütz und Michael Bitter für die Ausrichtung des Harzfestes im Sommer.

Der Aufsichtsratsvorsitzende und der Geschäftsführer der Hahnenklee Tourismus-Marketing (HTM) hörten das Signal aus der Kernstadt und erlebten, wie SPD und FDP den Wirtschaftsplan für das laufende Jahr absegneten, während sich CDU und Bürgerliste der Stimme enthielten.

Die Christdemokraten störten sich am „Vorbehalt der Beschlussfassung und Genehmigung des Haushaltsplanes 2010“ seitens der Stadt, von der 537.000 Euro fließen sollen.

Dies sei „realistisch erst nach den Sommerferien zu erwarten“, orakelte Hans-Henning Körner. Wie solle eine Gesellschaft damit umgehen, wenn 80 Prozent ihrer Mittel zwei Drittel des Jahres unter Vorbehalt stünden? Rehse wie auch SPD-Ratsfrau Anke Berkes werteten diesen Vorgang jedoch als „nicht ungewöhnlich“, weil in Goslar zuletzt schon häufiger praktiziert.

Aber zurück zum Harzfest: Die Stadt Goslar hat sich inzwischen bereit erklärt, Parkplatzorganisation und die Verkehrslenkung zu übernehmen. Die HTM hat einen möglichen Verlust in Höhe von 10.000 Euro für die Ausrichtung eingeplant. Die Gesamtkosten der Veranstaltung liegen nach Auskunft von Geschäftsführer Bitter bei 60.000 Euro, die HTM plane mit 50.000 Euro an Einnahmen.

2.500 Euro sollen laut Vorlage der Stadt über Sponsoring eingeworben werden. Die HTM könne eventuell einen Verlust von wenigen Tausend Euro auffangen, aber nicht das volle Risiko einer solch großen Außenveranstaltung abfedern.

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Kommentare

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Rotenburg2 schrieb am 04.03.2010 23:06

Bei allem Ärger in der Unterstadt und unter Berücksichtigung des bevorstehenden Abwahlverfahrens der Herren im Rathaus: Welchen Beitrag hat eigentlich die FDP und insbesondere Herr RH Rehse bisher für den Ortsteil Hahnenklee geleistet. Ich glaube, wir sollten bei der Kommunalwahl 2011 ein deutliches Signal geben.

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