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Goslar
Rathaus-Spitze erhält bei Bedarfszuweisung eine erneute Abfuhr
GOSLAR. „Murks“, sagte der Linke Rüdiger Wohltmann. Von „Luftnummer“ sprach Klaus-Peter Sonnenberg (CDU). „Das geht auf keine Kuhhaut“, entfuhr es Christian Rehse (FDP). „Verschleppung“ witterte Henning Wehrmann (Bürgerliste). Und selbst SPD-Frau Anke Berkes gebrauchte die Vokabel „Zumutung“.
Als der Finanzausschuss am Dienstagabend über die Zielvereinbarung mit dem Land für eine Bedarfszuweisung in Höhe von 2,05 Millionen Euro diskutierte, enthielt sich für die Ratsfraktionen nur die Grüne Doris Juranek kräftiger Worte – was aber nicht auf ihre Zustimmung schließen ließ.
„Arbeit ist frustrierend“
Zu den Fakten: Die Zahlen, die die Verwaltung zu den Fraktionsberatungen am Montag herausgegeben hatte, waren am Dienstag schon nicht mehr aktuell. Erster Stadtrat Klaus Germer stellte die neuen Berechnungen des Rathauses vor und kündigte für Freitag eine schriftliche Version an.
Für die Politik stellte allerdings allein schon dieses Verfahren ein Hindernis für die eigene Arbeit dar. „Die Arbeit ist frustrierend, der Zeitdruck wahnsinnig“, sagte Rehse. „Wie lange liegt das schon vor?“, fragte Sonnenberg rein rhetorisch nach.
Frist bis Ende März
Das Problem: Die Frist – bereits mehrfach verlängert – läuft am 31. März endgültig ab. Einen nochmaligen Aufschub gebe es nicht, bestätigte Germer. Am 16. März muss deshalb der Rat beschließen, ohne dass der Finanzausschuss sich mit der neuen Auflistung im Detail beschäftigt hat.
Die Gefahr: Liegt bis Monatsende beim Land nichts vor, fließt die Summe von 2,05 Millionen Euro zurück in die allgemeine Finanzmasse – für Goslar bliebe der Geldhahn zu. Mächtig einstecken musste die Verwaltung auch für diverse Vorschläge, wo sie das Geld wie gefordert in gleicher Höhe gegenfinanzieren will – zum Beispiel bei der Goslar Marketing GmbH (GMG).
Gedruckte GZ: Was die Verwaltung unter anderem vorgeschlagen hat, lesen Sie in der Donnerstag-Ausgabe.
Zum Thema
19.02.2010 Steuerzahlerbund will notfalls Staatskommissar
19.02.2010 Stadtfinanzen: Gabriel schlägt externe Prüfer vor
Kommentare
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Na klar, Einsparungen beim Stadtmarketing?! Wie wenig muss man eigentliche von Betriebswirtschaft verstehen, um nur annähernd auf diesen Gedanken zu kommen. Herr Bitter und seine Mannschaft sind seit Jahren erfolgreich in Ihrem Tun und bringen Geld in die Stadt. Das wäre so, als würde ich meine produktivste Maschine abstellen! 2 Mio. € einzusparen dürfte einem externen Fachmann sehr leicht fallen. Man muss nur frei von Lobbyismus sein...!
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Wer versteht denn in der Stadtverwaltung etwas von Finanzen und Betriebswirtschaft??? Etwa unser "Sonnenkönig" oder der "Fachmann" Germer??? Wie sollen denn da vernünftige Gedanken und Vorschläge herauskommen?? Lieber Gott, lass Hirn über die Stadtverwaltung regnen.
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Wenn ich das ganze Theater aus dem fernen Münsterland um die Stadt Goslar und dem GSC 08 so verfolge kann ich nur mit dem Kopf schütteln. Als ehemaliger Goslarer, bis 1967 wohnte ich dort, kann ich nur sagen, früher war es einmal schön in Goslar und es hat Spaß gemacht in blau/weiß im Osterfeldstdion zu spielen (Hartplatz). Nun ist Alles anderes, schade für diese schöne Gegend. Vielleicht schalten die Ratsherren und Frauen einmal den Verstand ein, bevor wieder Sch.... gebaut wird. Die SPD kann nur eins, sich selbst bedienen (siehe Dienstwagen u. ä.) und die Karre in den Dreck fahren. Stoppt den Wahnsinn in dieser Stadt.
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