Goslar

CDU-Kulturfrauen-Trio kritisiert Haltung der SPD-Mehrheit in der Odeon-Frage

07.02.2010
Von Heinz-Georg Breuer

GOSLAR. „Ungenügende Kommunikation und Eigenbrödelei sind der Tod eines jeden Projekts.“ Unter dieser Prämisse haben sich die drei „Kulturfrauen“ der CDU-Stadtratsfraktion, Gudrun Pfeiffer, Almuth Ahrendts und Dorothée Prüssner zur Odeon-Informationsveranstaltung am vergangenen Donnerstag geäußert, deren Form Irritationen und Unmut in der Politik hervorgerufen hatte.

„Schadet gutem Ruf“

Der Umgang des Oberbürgermeisters und der SPD mit diesem Thema, erklärt das Trio weiter, sei „eine Schande für die Stadt“ und schade nicht nur dem guten Ruf als Stadt mit Kultur und Kunst, sondern sei zugleich „ein Schlag ins Gesicht all derjenigen, die sich mit großem persönlichen Einsatz ehrenamtlich für Kunst und Kultur im Allgemeinen und für das Odeon im Besonderen engagieren“.

Einerseits würden die SPD-Ratsvertreter durch unsinnige Anträge die konstruktive Bearbeitung und Weiterentwicklung des Odeon-Projekts verzögern und sich vor dem Grundsatzbeschluss zum Erhalt drücken. Andererseits würden sie nicht müde, von Stärkung des ehrenamtlichen Engagements zu reden: „Reden ist eine Sache, Handeln die andere. Und beim Handeln sind sie abwartend, verzögernd und demotivierend gegenüber denjenigen, die sich in unserer Stadt für Kunst und Kultur einsetzen.“

Vollends zum absurden Theater werde es, heißt es weiter, wenn man sich daran erinnere, dass die SPD- Führung in einer Zukunftskonferenz vor gut einer Woche das Ziel „Kultur“ nicht nur neu erfunden, sondern auch für sich zur Handlungsmaxime erklärt habe und im gleichen Atemzug die SPD-Ratsfraktion die Beerdigung von Kulturgütern organisiere.

„OB schaut aktiv zu“

Dabei schaue der OB aktiv zu und lasse zudem noch sehenden Auges zu, dass die Substanz am Odeon verkomme, obwohl der Rat schon im Jahr 2006 Gelder in sechsstelliger Höhe für die Sanierung bereitgestellt habe.

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