Goslar

Teurer Winter: Schlaglöcher reißen Loch in Etat

05.02.2010
Von Friedrich Metge

Teurer Winter: Schlaglöcher reißen Loch in Etat

Die obere Fahrbahnschicht ist, wie hier auf der Klubgartenstraße vor der Post, großflächig verschwunden, schon nach kurzer Zeit bilden sich tiefe Löcher. Die Kfz-Fahrwerke müssen Schwerstarbeit leisten. Foto: Kusian-Müller

GOSLAR. Der Frost geht – und die Schlaglöcher kommen. Kaum eine Straße, die nicht gelitten hat. Die Schäden zu beseitigen, wird teuer. Wie teuer, das steht erst fest, wenn sich der Winter endgültig verabschiedet hat.

Kontrolliert werden die Straßen und Gehwege aber schon jetzt regelmäßig, um zumindest die schlimmsten Schäden zu beseitigen. Besonders betroffen, listet Stadtsprecherin Susanne Roßdeutscher auf, sind unter anderem die nördliche Feldstraße, die mittlere Hildesheimer Straße, die Bismarckstraße und Bereiche der Robert-Koch-Straße.

Zurzeit sind zwei Kolonnen des Betriebshofes im Stadtgebiet unterwegs, um wenigstens die tiefsten Schlaglöcher zu beseitigen. Das Problem: Zur Verfügung steht bei den gegenwärtigen Temperaturen nur so genanntes Kaltmischgut. Das ist teuer, dafür aber schnell wieder ausgewaschen.

Eine Tonne kostet rund 600 Euro, von den beschafften sechs Tonnen ist gut die Hälfte bereits verbraucht. Zum Vergleich: Im Normalfall reichen pro Jahr zwei Tonnen aus. Haltbares Warmmischgut, das derzeit nicht auf dem Markt ist, weil die Mischwerke noch nicht produzieren, kostet rund 90 Euro je Tonne.

Kostenexplosion

Insgesamt hat der Winter seit Dezember vergangenen Jahres beim Betriebshof zu einem hohen sachlichen, personellen und technischen Aufwand geführt, der sich im Vergleich zu den Vorjahreszeiträumen deutlich absetzt, wie es in einer Aufstellung des zuständigen Fachbereiches Bauservice heißt.

Mit knapp 13.000 Euro war der Winter 2006/2007 relativ preiswert, 2008/09 schnellte die Summe auf rund 150.000 Euro hoch, in diesem Winter sind es etwa 285.000 Euro. Verbraucht wurden rund 1.000 Tonnen Streusalz, hinzu kommen noch einmal 400 Tonnen Streusplitt.

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Kommentare

Kommentar von Largosss melden Largosss schrieb am 05.02.2010 21:51

Würden die schadhaften Stellen auf der Feldstraße einmal großflächig, ordentlich abgefräst und neu asphaltiert werden, hätte man nicht jeden Winter dieses Problem.

Kommentar von schwupps melden schwupps schrieb am 06.02.2010 09:07

Richtig! Wenn die Feldstraße einmal komplett saniert würde -gäbe es dieses Problem nicht!! Das ist teilweise auch schon richtig schädlich für die Autos und man fährt schlangenlinie... ist das wirklich sinnvoll?!

Kommentar von Elendriel melden Elendriel schrieb am 06.02.2010 10:16

Naja, Hauptstrassen werden aufgeräumt, aber die Nebenstrassen werden links liegen gelassen. Vor zwei Wochen hat es mich der Länge nach hingehauen, weil die Mengestrasse nämlich gar nicht geräumt war! Man gut, das ich als Kind das sStürzen gelernt habe, aber was ist mit den älteren Mitbürgern? Und viel geändert hat sich bisher auch nichts. Aber was solls, wenn man einen Sparzwang hat, weil man nicht wirtschaften kann, dann ist so etwas kein Wunder.

Kommentar von Jensen melden Jensen schrieb am 06.02.2010 13:13

Die halbe Stadt ist vereist und es wir nicht mal Splitt gestreut! Da muß wohl erst wieder schlimmeres passieren, bis endlich jemand aufwacht und auch die Nebenstraßen begeh und befahrbar macht! Ohne einen Eimer Splitt im Kofferraum braucht man bei uns in der Strasse gar nicht mehr parken, weil man sonst nicht wieder wegkommt......

Kommentar von Wolle42 melden Wolle42 schrieb am 06.02.2010 17:07

Es ist schon schlimm, was der Winter alles so anrichten kann. Schaut euch mal die Straßen an, die nicht geteert, sonder wie in der Oberstadt überwiegend gepflastert sind. Den Straßen können Schnee und Frost nichts anhaben. An die darunter liegenden Versorgungsleitungen gelangt man auch einfacher. Vielleicht sollten wir im Stadtgebiet wieder auf das altehrwürdige Pflastern zurückgreifen. Autos müssen dort auch langsamer fahren.

Kommentar von Biene melden Biene schrieb am 07.02.2010 10:25

Dann setzen wir den "verlorenen Zuschuss" i.H. 500 T€ statt für das Osterfeldstadion lieber für diese Zwecke ein und der Winter war liquiditätsneutral! Prioritäten setzen, so wird das in jedem vernünftigen Privathaushalt praktiziert!!!