Goslar

„Kulturkraftwerk“ kämpft um die Marke

21.01.2010
Von Dirk Lübke

„Kulturkraftwerk“ kämpft um die Marke

„Kraftwerk“, Vorreiter der elektronischen Musik, bei einem Auftritt im schweizerischen Montreux. Archivfoto: dpa

GOSLAR. Das Goslarer „Kulturkraftwerk“ und die 40 Jahre alte Musikgruppe „Kraftwerk“ – weltweit bekannt durch Titel wie Autobahn, Neonlicht, Die Roboter – liegen im Streit um den Markennamen. Das Bundespatentgericht hat wegen Verwechselungsgefahr auf Betreiben von „Kraftwerk“ den Goslarer Markennamen „Kulturkraftwerk“ gelöscht.

Die Goslarer um den Vorsitzenden Tristan Niewisch wollen „um Identität kämpfen“. Sie haben in den vergangenen Monaten zumindest gedanklich auch umkreist, für ihre Marke „Kulturkraftwerk“ die nächste Instanz, das Europäische Patentgericht, anzurufen.

Viel lieber wäre dem „Kulturkraftwerk“ allerdings eine schnelle, für beide Seiten gute Lösung. Die „Kraftwerk“-Rechtsanwältin Ulrike Hundt-Neumann mag von Unterlassungsklagen oder Schadenersatzansprüchen gegen das Goslarer „Kulturkraftwerk“ auch gar nicht reden. Im Gegenteil: Inzwischen könnte sie sich, so hieß es auf Anfrage der GZ, auch „eine Übertragungsvereinbarung vorstellen“. Das ist eine mildere Form als der im Dezember angebote Lizenzvertrag.

Damit könnten die Goslarer die Marke „Kulturkraftwerk“ von „Kraftwerk“ sozusagen geliehen bekommen – zeitlich festgelegt und mit weiteren Rechten und Pflichten, aber mit viel Spielraum.

Gedruckte GZ: Was Niewisch in einem Brief an Ralf Hütter von der Musikgruppe „Kraftwerk“ schreibt, lesen Sie in der Freitag-Ausgabe.

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Kommentare

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monsi schrieb am 22.01.2010 05:54

Das Patent"recht" schlägt wieder zu, wie vor ein paar Monaten beim "Beat Club"! Wann werden Energiekraftwerke verklagt? Oder die Stadt Rammstein von gleichnamiger Gruppe? Das Patentrecht hat ja seine guten Seiten, aber die Namenspatente bringen immer wieder solch irsinnige Klagen hervor das es nur noch lächerlich für die Personen ist die dann jemanden wegen einer "Patentverletzung" verklagen!

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KlaRo schrieb am 22.01.2010 10:22

Kinderkram. Allerdings von beiden (!) Seiten. Nach dem Motto: gibst Du mir nichts von deiner Schokolade - krigst Du nichts von meinen Bonbons.

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Alf schrieb am 24.01.2010 00:22

Tja, wenn man mit den Platten nicht mehr genug Geld verdient, dann sucht man sich eben andere Einnahmequellen.. Ich werde meine Band demnächst in "Solarzelle" umbenennen, und alle verklagen, dann brauche ich nur noch einen "guten" Anwalt, und nicht mal mehr eine Platte aufnehmen um Geld zu verdienen.

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